Neues Volksblatt: "Kein Platz" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 27. Juli 2010

Linz (OTS) - Außenminister Michael Spindelegger hat es mit der von ihm entfachten Zuwanderungsdebatte ein wenig einfacher als seine Regierungskollegin Maria Fekter. Denn egal, was die Innenministerin in Sachen Ausländerpolitik anpackt, es gibt immer jemanden, der über sie herfällt. Der Chor der Glawischnig-Grünen und den mit ihnen assoziierten gutmenschlichen Vereinigungen stimmt aufs Stichwort (Asyl, Kontrolle, Abschiebung und andere mehr) das Lied von der garstigen Innenministerin an, nicht selten tatkräftig unterstützt von manipulativ gestalteten ORF-Informationssendungen.
Während Fekter in Sachen Asyl die Spreu vom Weizen erst im Land trennen lassen kann (und sehr konsequent auch trennen muss, will sich Österreich nicht als Paradies für Scheinasylanten und leichtes Einzugsgebiet für Schlepperbanden etablieren), setzt Spindeleggers Zuwanderungs-Vorstoß beim Bedarf an. Berufliche Qualifikation und Sprachkenntnisse dürfen vorausgesetzt werden, womit sich in diesem Fall wohl auch eine Integrationsdebatte erübrigt. Wer sich Österreich bewusst als neue Heimat aussucht, wird hier auch heimisch werden wollen. Für Ressentiments diesen willkommenen Menschen gegenüber darf dann freilich kein Platz sein.

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