FPÖ-Hofer: Beratungsstelle für Trennungsfolgen wäre nur Placebo

Verpflichtende gemeinsame Obsorge ist ultima ratio für tausende Betroffene

Wien (OTS) - Zum Vorschlag von Volksanwältin Gertrude Brinek, bei einer Trennung eine verpflichtende Beratung für Paare mit Kindern einzuführen, erwidert FPÖ-Vizeparteiobmann NAbg. Norbert Hofer, dass es sich dabei bloß um ein Placebo handeln würde. Er argumentiert, dass diese Variante letztendlich ohne verpflichtende gemeinsame Obsorge nicht erfolgreich sein könne.

"Die gemeinsame Obsorge ist ultima ratio für tausende Betroffene, vor allem für die Kinder, die Vater und Mutter lieben und wegen fehlender Gerichtsentscheidungen einen Elternteil oft Monate, manchmal sogar Jahre nicht zu Gesicht bekommen", so Hofer. Bei der alleinigen Obsorge von nur einem Elternteil komme es zu massiven Einschränkungen für den anderen Elternteil, welche aber nur in den seltensten Fällen dann auch zum Wohle des Kindes seien. Was etwa bei Problemen mit dem Ex-Partner wie Gewalt gegenüber dem Kind oder den Kindern, Drogenmissbrauch, schädliche Einflüsse durch Sektenangehörigkeit usw. der Fall sein könne.

Hofer erklärt, dass aber in 99% aller Fälle diese oben angeführten Gründe gar nicht vorlägen. "Die meisten Elternteile sind sich durchaus der Tatsache bewusst, dass zwar eine Paarbeziehung enden kann, aber eine Elternschaft trotzdem erfordert, dass es zwischen den Elternteilen eine gewisse Gesprächsbasis geben muss. Warum sollte man dann dem Vater, der um sein Kind bemüht ist, den Kontakt zum Kind sucht und aufrechterhält, den Unterhalt korrekt bezahlt von den wesentlichen Rechten ausschließen?", so Hofer abschließend.

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