Neues Volksblatt: "Reich?" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 26. Juli 2010

Linz (OTS) - Die Reichensteuer, das unbekannte Wesen.
Zuerst war in der SPÖ von 80.000 Millionären die Rede, denen man drei Milliarden Euro fürs Budget abnehmen könnte, ohne dass sie es richtig merken. Dann sind jene 5500 Spitzenverdiener dazu gekommen, die im Jahr mehr als 300.000 Euro verdienen, denen man über einen "Solidarzuschlag", wie die Reichensteuer plötzlich genannt wurde, weitere 155 Millionen Euro wegnehmen könnte. Und jetzt hat SPÖ-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder durchklingen lassen, wohin die SPÖ mit ihrer Reichensteuer wirklich will: Reich sei jemand, sagte Schieder, der den Spitzensteuersatz von 50 Prozent zahlen muss - und der ist ab einem Einkommen von 60.000 Euro im Jahr fällig. Womit sich die Zahl der "G'stopften" und damit der Geschröpften auf 158.300 erhöhen würde.
Natürlich wird die SPÖ wieder Stein und Bein schwören, dass sie nie und nimmer den Mittelstand, die Leistungsträger, die Stützen der Gesellschaft treffen will. Die SPÖ wird wieder Nebelgranaten werfen. Aber wenn sich der Nebel verzogen haben wird, wie eben jetzt für einen kurzen Augenblick, dann wird man sehen, wen die Sozis mit ihrer "Reichensteuer" wirklich im Visier haben: den Mittelstand.

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