Kulturministerin Claudia Schmied zeichnet Per Olov Enquist mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur 2009 aus

Wien (OTS) - Kulturministerin Dr. Claudia Schmied überreicht
heute, So 25. Juli 2010, in Salzburg dem schwedischen Autor Per Olov Enquist den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur 2009. Die Preisverleihung findet im Rahmen eines Festaktes um 16 Uhr im Haus für Mozart statt. Die Laudatio hält Autor und Jurymitglied Dr. Paulus Hochgatterer.

Kulturministerin Claudia Schmied zur Ehrung von Per Olov Enquist:
"Ich freue mich sehr, dass ich Per Olov Enquist mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur auszeichnen darf. Genauigkeit und Meisterschaft zeichnen sein vielfältiges und reiches literarisches Oeuvre aus, das wie von leichter Hand geschrieben wirkt und die Leser auf einzigartige Weise in jene Geschichten involviert, die er als Grenzgänger zwischen Fiktion, Reportage, Essay und Autobiografie wie kein anderer zu erzählen weiß. Als großer europäischer Geschichtenerzähler hat Per Olov Enquist dem sogenannten Dokumentarroman, dem historischen Roman, dem politischen Roman und mit seinem Erinnerungsbuch "Ein anderes Leben" der Autobiografie zu neuem Glanz verholfen und mit seinen Büchern weltweit ein breites Lesepublikum begeistert."

Per Olov Enquist, geboren 1934 in Hjoggböle/Schweden, lebt in Stockholm und zählt zu den großen Geschichtenerzählern und Romanciers unserer Zeit. Schon während seines Studiums der Literaturwissenschaft schrieb Enquist Literaturkritiken (u. a. für Upsala Nya Tidning, Svenska Dagbladet, Expressen) und arbeitete als Fernsehmoderator. Sein Schreiben begann unter dem Einfluss des damaligen französischen Nouveau Roman. Enquist debütierte im Herbst 1961 mit dem Roman "Kristallögat". 1975 veröffentlichte er mit "Die Nacht der Tribaden" sein erstes Theaterstück, das in den folgenden Jahren in dreißig Sprachen übersetzt und über dreihundert Mal inszeniert wurde. Weitere Theaterstücke folgten. In deutscher Übersetzung erschienen u. a. "Die Kartenzeichner" (1997), die Romane "Der Besuch des Leibarztes" (2001), "Der fünfte Winter des Magnetiseurs" (2002), "Lewis Reise" (2003), "Das Buch von Blanche und Marie" (2005), "Kapitän Nemos Bibliothek" (Neuausgabe 2006) und sein autobiographisches Erinnerungsbuch "Ein anderes Leben" (2009).

Der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur ist mit EURO 25.000 dotiert und wird seit 1965 für das literarische Gesamtwerk einer europäischen Autorin bzw. eines europäischen Autors vergeben, das international besondere Beachtung gefunden hat. Das Werk muss in deutschsprachiger Übersetzung vorliegen. Die Nominierung des Preisträgers erfolgt durch eine Jury. Zuletzt ging der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur an Cees Nooteboom (2003), Julian Barnes (2004), Claudio Magris (2005), Jorge Semprún (2006), A.L. Kennedy (2007) und Agota Kristof (2008).

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