Bischof Iby: "Mein Weg war das Gespräch"

Scheidender Eisenstädter Diözesanbischof im "Martinus"-Interview: Dialog trägt die meisten Früchte - Kritik am Procedere bei Bischofsernennungen

Eisenstadt, 22.07.10 (KAP) "Vielleicht hätte ich in manchem schärfer durchgreifen müssen, aber mein Weg war das Gespräch." Mit diesen Worten hat der scheidende Eisenstädter Diözesanbischof Paul Iby im Interview mit der Kirchenzeitung "Martinus" Resümee über seine Jahre als Diözesanbischof gezogen. Seinem Nachfolger Ägidius Zsifkovics, der "besondere Talente" mitbringe, wünscht Iby, "dass er seine Linie leben kann und zeigen, dass er ein Bischof für das Volk und die Diözese ist". Gleichzeitig merkte Iby an, die Regelung zur Ernennung eines neuen Bischofs sei "eine alte Tradition unserer Kirche, die ich aber nicht so ganz verstehen kann".

Im Rückblick seien die Jahre im Amt eine "Zeit intensiver Arbeit" gewesen: "Und jene, die am meisten Früchte gebracht hat, war wirklich der Dialog, den wir in unserer Diözese weitergeführt haben", hob Iby hervor. "Wo wir die Wege zu den Politikern gesucht haben, zu den weltlichen Interessensvertretern - das ist positiv aufgenommen worden." Daher auch der Wunsch an seinen Nachfolger, diesen Weg weiterzuführen, so Iby. Er habe immer nach seinem Wahlspruch "Omnia in caritate" gehandelt.

Zu den Vorgängen rund um seine Ablöse und die Ernennung des neuen Bischofs meinte Iby: "Ich will keine Kritik üben, aber überall sonst bekommt ein Mensch, der in den Ruhestand gehen möchte, den Zeitpunkt seiner Pensionierung im Voraus gesagt."

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