Junge Wirtschaft fordert raschen Abbau von Pensionsprivilegien

Pensionsprivilegien bei ÖBB, OeNB, ORF und in den Bundesländern müssen endlich fallen, fordert JW-Vorsitzender Roth

Wien (OTS/PWK586) - "Die Pensionsprivilegien bei ÖBB, OeNB, ORF oder den Bundesländern müssen endlich fallen", fordert Markus Roth, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft. Die alten Verträge, die besonders hohe Pensionen und Sonderregeln garantieren, sollten so rasch wie möglich angeglichen und entsprechend erneuert werden. Die so erreichbaren Einsparungspotenziale werden vom Rechnungshof mit mindestens 1,3 Milliarden Euro beziffert. "Das ist ein großer Beitrag zur Budgetkonsolidierung, der genutzt werden muss", so Roth.

In Zeiten wie diesen, dürfe es keine Tabus geben. Auch nicht bei Pensionen, und schon gar nicht bei derartigen Sonderprivilegien, die dem Staat jedes Jahr ein Vermögen kosten. "Wir kennen alle die Prognosen und die erwarteten Szenarien für das Pensionssystem. Jetzt keine Reform des Systems zu setzen und jetzt keine Abschaffung von Privilegien zu beschließen, bedeutet eine unnötige Belastung, die keiner will und gerade Jungunternehmer besonders hart treffen würde", warnt Roth. Notenbanker, ÖBB-Bedienstete und Beamte einzelner Bundesländer - sie alle genießen Sonderrechte und besonders angenehme Konditionen beim Pensionsantrittsalter oder den Bezügen. "Diese Privilegien gehören abgeschafft und entsprechend neue Regelungen gefunden", appelliert Roth.

Auch das Problem der vielen Frühpensionen müsse in Angriff genommen und die Beendigung der Hacklerregelung endlich realisiert werden. Je früher Menschen in Pension gehen, umso weniger können sie aktiv zum System beitragen. Trotz eines gesetzlichen Mindestpensionsalters von 65 Jahren gehen die Österreicher im Durchschnitt sieben Jahre früher in Rente - das kostet bis zum Jahr 2035 mehr als 50 Milliarden Euro. "Wir fordern daher eine rasche und tatsächliche Angleichung des Pensionsantrittsalters an die gesetzliche Vorgabe - raus aus der Frühpension, ohne Ausnahme", so Roth. "Alles andere wäre ein falsches Zeichen an die Jungen in unserem Land." (SR)

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