FPÖ-Karlsböck: Psychotherapie auf Krankenschein dringend notwendig

Stöger agiert zynisch und provokant

Wien (OTS) - "Die moderne Medizin entwickelt sich ständig weiter, was sie deutlich vom amtierenden Gesundheitsminister unterscheidet", sagte heute der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck in Reaktion auf die teils zynischen und provokanten Aussagen Stögers zur Psychotherapie. Fast könnte man meinen Stöger, sei in der Zeit stecken geblieben, in der man psychisch Kranke noch in den Narrenturm gesperrt habe, kritisierte Karlsböck die Realitätsverweigerung des Ministers.

Die Aussagen "..die betriebliche Vorsorge zu stärken und die Prozesse so zu gestalten, dass die Menschen nicht krank werden", wie das Stöger verlauten habe lassen, seien wohl an Ignoranz nicht mehr zu überbieten, ärgert sich Karlsböck. Jemand mit psychischen Problemen werde wohl kaum Stögers Rat folgen und in der eigenen Firma, bzw. beim eigenen Chef anklopfen, weil er wohl fürchten müsse, den Arbeitsplatz zu verlieren. Angesichts der zahlreichen Fälle von Burnout und anderen psychischen, berufsbedingten Erkrankungen könne dies nur als Realitätsverweigerung angesehen werden - übrigens auch ein Symptom von Burnout, so Karlsböck.

Mit seiner Ablehnung der Psychotherapie auf Krankenschein, unterstütze der SPÖ-Gesundheitsminister einer unsoziale Zweiklassenmedizin und lasse damit die kleinen Leute im Regen stehen, kritisierte Karlsböck und verwies auch auf die finanziellen Folgen nicht behandelter psychosomatischer Probleme. Denn oft, so Karlsböck, würden dann organische Erkrankungen auftreten, die die Kassen noch mehr kosten und für die Betroffenen oft irreversible Dauerschäden bedeuten würden.

Eine psychologische Behandlung, die sich jeder Betroffene leisten könne, würde sich allemal rechnen. Auf jeden Fall sei sie billiger als ein monatelanger Krankenstand oder gar eine Frühpensionierung, so Karlsböck, der die ablehnende Haltung Stögers nicht nachvollziehen kann. Mit dieser Verweigerungshaltung reihe sich Stöger in die typische Funktionärsclique der Kassen ein, die Veränderungen bei den Gesundheitsproblemen nicht zur Kenntnis nehmen wollen, kritisierte Karlsböck. Nach mehr als einem Jahrzehnt Diskussion, sei es für die Psychotherapie auf Krankenschein höchste Zeit, schloss Karlsböck.

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