SPÖ Prettner: Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung muss das Ziel sein!

Kindergartenreferent Dörfler muss endlich Gesamtkonzept für flächendeckende Kinderbetreuung vorlegen

Klagenfurt (OTS) - Endlich ein Gesamtkonzept für eine flächendeckende Kinderbetreuung vorzulegen fordert heute, Donnerstag, SPÖ Frauenreferentin LR Beate Prettner den zuständigen Kindergartenreferent FPK-LH Dörfler auf tätig zu werden. "Täglich erreichen mich Anrufe von Frauen, die nicht wissen, wer ihr Kind betreuen soll, wenn sie wieder ins Berufsleben einsteigen wollen. Daher ist der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen für Kärntnerinnen und Kärntner und hier vor allem für die 27.500 AlleinerzieherInnen äußerst wichtig", so Prettner. Unverständlich sei es, dass Dörfler, die Eröffnung von Kindergartengruppen ablehnt, wie zum Beispiel bei der Kindergruppe Yogibär in Wolfsberg, die bereits für Herbst 27 fixe Anmeldungen hätte. "Unterstützung seitens des Landes wird von LH Dörfler trotzdem nicht gewährt und so werden vor allem Frauen gezwungen, für die Kinderbetreuung zu Hause zu bleiben und werden so weiter vom Arbeitsmarkt verdrängt", macht Prettner aufmerksam.

Gerade in den entlegenen Gebieten Kärntens sei eine flexible Kinderbetreuung notwendig, um dem Abwanderungstrend aus den ländlichen Gegenden hin in die Ballungsräume entgegenzuwirken. Deshalb gelte es ein Konzept für ein flächendeckendes Kinderbetreuungskonzept für Kärnten zu entwickeln, sagt Prettner. "Ich fordere deshalb den Landehauptmann auf, zu einem Runde Tisch mit Betroffenen und ExpertInnen zu laden. Denn die Lebenssituation von Familien hat sich geändert, Herr Dörfler! Die Zeiten, wo Oma und Opa noch zu Hause waren und auf die Kleinen aufpassen konnten, oder nur ein Verdienst ausreichend war, um die Lebenskosten zu finanzieren, sind vorbei", macht Prettner auf den dringenden Handlungsbedarf aufmerksam.

"Frauen sind heute besser ausgebildet, sie möchten auch mit Kind weiterhin im Beruf bleiben und auf der Karriereleiter voran kommen. Die aktuellen Zahlen die zeigen, dass das einkommensabhängige Kindergeld das seit rund einem halben Jahr in Kraft ist, bisher von elf Prozent der Bevölkerung in Anspruch genommen wurde, sind beruhigend"; so Prettner. Die Väterbeteiligung sei zwar noch immer gering, aber auch der Anteil der Väter bei der kürzesten Variante des Kindergeldbezuges sei doppelt so hoch, als noch bei der längeren Variante.

"Als Frauenreferentin bin ich für Chancengleichheit von Männern und Frauen zuständig und wenn ich sehe, dass Kärnten die niedrigste Frauenerwerbsquote aufweist und ein absoluter Mangel an Kinderbetreuung herrscht, muss ich aufschreien. Ich kann deshalb nur nochmals wiederholen, eine gute Kinderbetreuung ist nicht nur eine Investition in die Zukunft Kärntens, sondern kurbelt auch die Wirtschaft an", sagt Prettner.

Fest stehe, dass Kärnten nicht einmal die Hälfte der EU Barcelona Ziele von 33 Prozent Betreuungsquote der unter Dreijährigen erreicht hat. Deshalb gelte es schnellstmöglich ExpertInnen zu einem Runden Tisch einzuladen um qualitativ hochwertige und für jedermann und -frau auch leistbare Kinderbetreuung in Kärnten flächendeckend das ganze Jahr über gewähren zu können, fordert Prettner. "Es ist wichtig, dass Kärntnerinnen und Kärntner Beruf und Familie vereinbaren können, denn Berufstätigkeit ist die beste Familienförderung", so Prettner abschließend.

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