Schennach: Psychotherapie auf Krankenschein und Wehrpflicht nicht als Sommerdebatte abstempeln

Burnout nimmt dramatisch zu - Die Abschaffung der Wehrpflicht ist seit Jahren überfällig

Wien (OTS) - "Das Bundesheer kann sich noch so sehr für internationale Aufgaben professionalisieren und im Inneren wirksam im Katastrophenschutz sein, aber in der heutigen Sicherheitsarchitektur Europas an einer Wehrpflicht festzuhalten und junge Menschen in einen Zwangsdienst zu pressen ist Anachronismus pur", erklärt der Bundesrat der Grünen, Stefan Schennach und weiter: "Bei aller Sympathie für den amtierenden Bundespräsidenten kann in Folge einer Debatte über die Abschaffung der Wehrpflicht nicht die Ausweitung der Wehrpflicht für Frauen die Lösung sein. Das wäre geradezu absurd. "Hingegen sollte die Möglichkeit für ein finanziell attraktives, Soziales Jahr für Frauen und Männer geschaffen werden, das vor allem den Arbeitsmarkt der 18 bis 25-jährigen entlastet und die Zivilgesellschaft mit ihren unverzichtbaren Leistungen und ihrem Service stützt.

Burnout ist eine grassierende Krankheit im Wirtschaftssystem. Viele Menschen sind diesem Druck ausgesetzt, der zu langen Absenzen vom Arbeitsmarkt führt und sehr teuer ist. "Eine rechtzeitige Psychotherapie und Beratung auf Krankenschein ist daher die Forderung der Stunde und sollte auf jeden Fall beides beinhalten: Beratung und Therapie", erläutert Schennach.
Die Beschäftigten zahlen durch ihre Sozialversicherungsbeiträge diesen Versicherungsschutz selbst ein, bekommen ihn allerdings nicht. "Daher mein Appell, beide Debatten sehr ernsthaft in Angriff zu nehmen und nicht als Sommerdebatte - weder in der Politik noch in den Medien - abzustempeln. Und gleichzeitig appelliere ich an die Regierung, in beiden Fällen mit entsprechenden Regierungsvorlagen im Herbst aktiv zu werden", fordert Schennach.

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