Bayr: Sexuelle und reproduktive Gesundheit und HIV/Aids Prävention und Behandlung stehen in engem Zusammenhang

Öffentliches Gesundheitswesen muss beide Bereiche integrieren

Wien (OTS/SK) - Bei der heute anlässlich der Weltaidskonferenz stattfindenden Konferenz der Sozialistischen Internationalen (SI) im Renner-Institut, referierte Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung als die Hauptrednerin über das Zusammenspiel von HIV/Aids Prävention und Therapie einerseits und sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte andererseits im Kontext sozialdemokratischer Positionen. ****

"Es ist evident, das sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit zusammenhängenden Rechte eine ganz enorme Rolle im Kampf gegen HIV/Aids spielen", erläutert Bayr, "denn die Mehrheit der HIV-Infektionen findet nach wie vor durch Sexualverkehr statt. Immerhin 45 Prozent der Neuinfektionen weltweit betrifft Menschen zwischen 15 und 24 Jahren, knapp die Hälfte dieser 1,2 Millionen jungen Menschen verfügt über nur unzureichende Informationen zu Schwangerschaftsverhütung und HIV."

"Die Erreichung des Ziels Nr. 6 der UN-Millenniumsziele, weitere HIV-Infektionen zu stoppen und in Folge deren Reduktion bis 2015 hätte durch den weltweit für alle Menschen ermöglichten Zugang zu HIV/Aids-Prävention und -Behandlung bis 2010 eingeleitet werden sollen", so Bayr weiter, "dies ist uns bislang nicht gelungen, sodass wir unsere Anstrengungen gezielt verbessern müssen: der Zugang zu öffentlichem Gesundheitswesen für alle Menschen ist in dem Zusammenhang ein besonders wichtiger Schritt, um den Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit zu verbessern und gleichzeitig den Bereich der HIV/Aids Prävention und Behandlung abzudecken. Nur die Kombination dieser beiden Säulen im Gesundheitswesen wird uns im Kampf gegen HIV/Aids erfolgreich voranbringen."

Um diesen Zugang zu öffentlichem Gesundheitswesen und den damit verbundenen Möglichkeiten für Familienplanung, Krankheitsvorbeugung und -behandlung weltweit zu erreichen, gilt es neben höheren Investitionen ins Gesundheitssystem insbesondere in den Entwicklungsländern vor allem die in allen Teilen der Erde nach wie vor hohe Diskriminierung und Stigmatisierung von HIV-positiven und AIDS-kranken Menschen zu bekämpfen. "Wir müssen erreichen, dass wir allen Menschen sowohl einen Zugang zu adäquater medizinischer Beratung und Betreuung anbieten können als sie auch dafür gewinnen, diesen Zugang ohne Scheu und Angst vor Ausgrenzung zu nutzen sowie sie die darin liegenden Vorteile erkennen lassen", ist Bayr überzeugt. Und abschließend: "Das muss in den nächsten Jahren ein Schwerpunkt in der internationalen politischen Arbeit sein." (Schluss) mo/mp

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