Grüne Wien/Jerusalem zu Missbrauchsfällen in Heimen: Offenlegung noch vor der Wahl

"Oxonitsch darf nicht bis nach der Wahl warten"

Wien (OTS) - "Endlich werden nun Fälle von Gewalt und sexuellem Missbrauch in Wiener Heimen zur Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gebracht", so Gemeinderätin Susanne Jerusalem, Bildungssprecherin der Grünen Wien. "Viele meiner Gespräche mit Betroffenen haben gezeigt, dass Gewalt und Übergriffe zum System gehören, aber bisher hat sich niemand getraut, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Gut, dass die Sache jetzt ins Rollen kommt", so Jerusalem.

Jerusalem verlangt eine unverzügliche Offenlegung der Vorwürfe. "Stadtrat Oxonitsch muss seine Verantwortung wahrnehmen, er darf jetzt nicht versuchen, die Sache bis nach der Wahl durchzudrücken. Viele Vorwürfe sind beklemmend, die Stadt Wien muss sich dem jetzt stellen", so Jerusalem. Viele Kinder und Jugendliche seien systematisch fertig gemacht worden, es sei daher auch an der Zeit, offen zu legen, wie viele Jugendliche, die in Heimen der Stadt Wien oder anderen privaten Wiener Heimen untergebracht waren, in der Drogenszene untergetaucht sind. "Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Lage sehr schlimm ist", so Jerusalem abschließend.

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