Wirtschaftskammer: Burn out-Gefahr durch Förderung betrieblicher Gesundheit gegensteuern

Ursachen für Burn out-Erkrankungen längst nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch durch Familie, Gesellschaft, Freizeitstress

Wien (OTS/PWK582) - "Burn-out von Mitarbeitern verursacht den Unternehmen enorme Kosten, schon deshalb liegt es im Interesse der Betriebe, sich damit auseinanderzusetzen. Allerdings sind die Ursachen vielfältig und reichen vom Arbeitsplatz bis zum familiären und gesellschaftlichen Umfeld", betont Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Nicht nur im Berufsleben, auch im Freizeitverhalten nehmen Geschwindigkeit und Intensität zu, die echten Ruhepausen verkürzen sich. Der Verlust familiärer Sicherheit und Patchwork-Situationen verursachen ebenso dauerhaften Stress. Teilweise wird auch voreilig Burn-out diagnostiziert, wo früher andere oder gar keine Krankheitsbilder festgestellt wurden.

Entsprechend vielfältig müssen auch die Maßnahmen gegen ein Ausbrennen von Menschen sein. Natürlich können Unternehmen ebenfalls beitragen: Ein gutes Arbeitsklima, gesunde Arbeitsbedingungen und geeignete Kommunikation zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern sowie zwischen Mitarbeitern sind wesentlich für Stressabbau und Gesundheit der Mitarbeiter. "Investitionen in betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) lohnen sich für alle Beteiligten, für Arbeitnehmer, Unternehmen und das Sozialsystem", betont Gleitsmann. So können BGF-Maßnahmen die Krankenstände um bis zu 25% senken, die Fluktuation verringern und die Produktivität steigern. "Da aber auch das Sozialsystem entlastet wird, sollten solche Investitionen in BGF jedenfalls steuerlich als Betriebsausgabe absetzbar sein", fordert Gleitsmann.

Selbständige sind natürlich ebenso vom Burn out betroffen. Im Gesundheitsmodell, das Sozialversicherungsanstalt und Ärztekammer vereinbart haben, wird Prävention ausgebaut, der Erhalt der Gesundheit ist das maßgebliche Ziel. (SR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
Dr. Rolf Gleißner
Tel.: T:+43 (0)5 90 900 4288,
F:+43 (0)5 90 900 3588
rolf.gleissner@wko.at
persönl. Fax: +43 (0)5 90 900 114288

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001