Start für die "Seniorenfreundliche Gemeinde 2010"

Österreichs Gemeinden stellen ihr Engagement für SeniorInnen unter Beweis.

Wien (OTS) - Bereits zum vierten Mal zeichnen der Pensionistenverband Österreichs und die Volkshilfe Österreich mit Unterstützung des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz jene Gemeinden aus, die besonderes Engagement für die Lebensqualität ihrer älteren MitbürgerInnen zeigen. Alle österreichischen Gemeinden sowie die Wiener Bezirke können sich um die Auszeichnung bewerben.

4 Kategorien und ein Spezialpreis

Seniorenfreundlichkeit beginnt bei kleinen Veranstaltungen wie Seniorentreffs und erstreckt sich bis zu größeren Projekten wie mobiler Pflege, Gesundheitsaktivitäten und Einbindung in die Gemeinschaft. 2004 wurde der Preis erstmals vergeben, 2008 bewarben sich schon 184 Kommunen - von der Kleingemeinde bis zur Landeshauptstadt. Heuer wird - je nach Größe - in 4 Kategorien je eine Auszeichnung verliehen, zusätzlich gibt es einen Spezialpreis der Jury für besonders innovative Projekte.

Hundstorfer: Aktive Teilhabe der älteren Menschen sichern und Lebensqualität erhöhen

"Die ausreichende und faire Sicherung im Alter, eine adäquate Pflegevorsorge, eine generationengerechte Gestaltung der Arbeitswelt sowie die Sicherung der Teilhabechancen der älteren Menschen sind heute zentrale Aufgaben der Sozialpolitik. Maßnahmen sind so zu setzen, dass die Lebensqualität der Menschen, vor allem und ganz besonders auch der älteren Menschen, gewahrt und verbessert werden kann. Dabei sind alle Ebenen - Bund, Länder und Gemeinden -gefordert, die bestmöglichen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass ältere Menschen ihre Anliegen aktiv einbringen, sich in Ehrenamt, Gesellschaft und Politik engagieren können und ihr Leben so lange wie möglich selbständig und selbstbestimmt gestalten können und wenn nötig, die soziale und pflegerische Versorgung sichergestellt ist. In vielen Gemeinden gibt es bereits vorbildliche Maßnahmen für die älteren Mitbürger/innen. Aber auch auf Bundesebene ist es gelungen, in der Seniorenpolitik starke neue Impulse zu setzen -nicht nur in der sozialen Absicherung, sondern vor allem in der gleichberechtigten Beteiligung älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben. Denn es ist mir ein besonderes Anliegen, dass die älteren Menschen die aufgrund der steigenden Lebenserwartung gewonnenen Jahre aktiv, selbstbestimmt und gut versorgt in ihrer Umgebung genießen können", erklärte Bundesminister Rudolf Hundstorfer.

Blecha: Auftrag zu mehr Solidarität zwischen den Generationen

"Der neue Trend 'Seniorenfreundlich' existiert, weil unsere Gesellschaft deutlich älter wird und ganz Europa vor großen neuen Herausforderungen und Veränderungen steht. Die Gemeinden als unmittelbarer Lebensmittelpunkt sind die Ersten, die diesen Wandel bewältigen müssen. Die meisten Gemeinden tun dies mit menschlicher Wärme, hoher sozialer Verantwortung, mit frischer Kreativität und mit integrativer Art. Genau aus diesen genannten Gründen gibt es diese Auszeichnung. Dieses enorme Engagement in den Gemeinden muss belohnt und anerkannt werden. Das Wort seniorenfreundlich bedeutet heutzutage mehr als Essen auf Rädern oder ein Pensionistenkränzchen anzubieten. Seniorenfreundlich denken und handeln heißt für Generationen arbeiten, heißt zukunftsfit zu sein. Es ist eine Werthaltung und ein Auftrag zu mehr Solidarität auch zwischen den Generationen", erklärte Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs.

Weidenholzer: Positives Zeichen für ältere Menschen setzen.

"Durch die Auszeichnung werden die Bedürfnisse der SeniorInnen in Österreich in den Vordergrund gerückt. Gleichzeitig werden Gemeinden, die die Wünsche und Bedürfnisse ältere Menschen ernst nehmen, geehrt und zu sichtbaren Vorbildern für neue Initiativen. Es ist uns wichtig, ein positives Zeichen zu setzen. Die Tatsache, dass die Menschen in unserem Land immer älter werden, ist eine wertvolle Chance für die Gesellschaft und das Miteinander der Generationen", erklärt Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer, Präsident der Volkshilfe Österreich, abschließend die Hintergründe der Auszeichnung.

Bewerbungsfrist 17. September 2010

Wodurch zeichnen sich "Seniorenfreundliche Gemeinden" aus? Den Bewerbungsbogen mit einer Auflistung von Gemeindeaktivitäten gibt es unter www.pvoe.at und www.volkshilfe.at. Die GewinnerInnen der Auszeichnung "Seniorenfreundliche Gemeinde Österreich 2010" werden von einer kompetent besetzten Jury ausgewählt und Anfang Oktober verkündet. Die Verleihung der Auszeichnung und die Übergabe der Ortstafel "Seniorenfreundliche Gemeinde 2010" erfolgt in den jeweiligen Gewinnergemeinden im Herbst 2010.

Rückfragen & Kontakt:

Volkshilfe Österreich: Daniel Auer, Tel. 0676 83 402 225
Pensionistenverband Österreichs: Andy Wohlmuth, Tel. 01/313 72 30

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