Neues Volksblatt: "Gerechtigkeit" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 19. Juli 2010

Linz (OTS) - Die Debatte über die Budgetsanierung dreht sich im Kreis.
Die einen sagen, man müsse nur die wenigen Superreichen, die Finanzhaie, die Grund- und Immobilienbesitzer kräftig zur Kasse bitten, und schon wäre das staatliche Finanzloch gestopft. Und wo es Härten gibt, könne man ja Ausnahmen machen.
Und dann kommen die Spielverderber und rechnen vor, dass nach Abzug der Ausnahmen weit nicht das übrig bleibt, was zur Budgetsanierung notwendig wäre.
Am gescheitesten wäre es, die Debatte über den Sommer einzustellen, bis die Regierung endlich Farbe bekennt. Dann erst kann man seriös diskutieren; alles andere ist Kaffeesudleserei.
In der SPÖ hat sich am Wochenende wenigstens eine, die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, aufgerafft und gesagt, was ohnehin alle wissen, aber nur wenige sagen: Steuern erhöhen, ohne dass die Leute es merken, das geht nicht!
Eine Budgetsanierung nach dem Motto "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!", die gibt es nicht. Die Menschen wissen, dass etwas kommt. Was sie aber erwarten, ist Gerechtigkeit. Landeshauptmann Josef Pühringer formuliert das so: "Jeder muss beitragen. Wer mehr hat, muss auch mehr beitragen."
Einfach, oder? Einfach gerecht.

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