Schwentner zu Frauenquote: Jetzt ist Durchsetzungskraft der SPÖ gefordert

Reding-Vorstoß für mehr Gleichbehandlung nutzen

Wien (OTS) - Die Frauensprecherin der Grünen, Judith Schwentner, fordert die Frauenministerin Heinisch-Hosek auf, in Sachen Gleichbehandlung und Frauenquoten in Aufsichtsräten den vielen Worten endlich auch Taten folgen zu lassen. "Jetzt gibt es starken Rückenwind von EU-Kommissarin Viviane Reding für eine wirksame Gleichstellungspolitik. Den sollte Heinisch-Hosek jetzt nutzen. Es ist zu begrüßen, dass Reding schrittweise Normalität, also Gleichbehandlung herstellen will. Ob sie allerdings wie geplant mit sanftem Druck die Industrie überzeugen wird, freiwillig Frauenquoten einzuführen, um so die Zahl von Frauen in Führungspositionen bis Ende 2011 zu erhöhen, bleibt dahingestellt. Ihr Plan B, die verpflichtende Einführung von Quoten erscheint da zielführender, das beweisen auch Länder wie Norwegen, in denen sich durch die Quote die Gleichstellung in Aufsichtsräten sprunghaft geändert hat", so Schwentner.

Jetzt sind die Regierungsparteien aufgefordert, endlich ernst zu machen in der Sache: "Die SPÖ muss endlich aufhören, sich in dieser Frage so zu verhalten, als wäre sie in der Opposition und hätte keine Möglichkeit, Gesetze zu verändern. Die ÖVP muss endlich ihren reaktionären Kurs verlassen. Gleichstellungspolitik ist kein nettes Zugeständnis an Frauen, sondern auch für den wirtschaftlichen Erfolg eines Landes entscheidend. Diskriminierung wirkt sich nicht zuletzt negativ auf das Bruttoinlandsprodukt aus. Rein männlich besetzte Vorstandsetagen müssen endlich der Vergangenheit angehören", so Schwentner abschließend.

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