Küberl: "Im Kampf gegen Aids gibt es keinen billigen Weg"

Caritas-Präsident appelliert im "Kathpress"-Gespräch an internationale Staatengemeinschaft, Finanzmittel deutlich aufzustocken

Wien, 18.07.10 (KAP) Im Kampf gegen Aids gibt es "keinen billigen Weg". Das hat Caritas-Präsident Franz Küberl im "Kathpress"-Gespräch hervorgehoben. Er appellierte an die internationale Staatengemeinschaft, die Pandemie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern die Anstrengungen vielmehr zu verstärken. Statt der derzeit rund 15 Milliarden US-Dollar würden künftig wohl mindestens 25 Milliarden US-Dollar pro Jahr notwendig sein, um der Krankheit entsprechend entgegentreten zu können.

Die Bekämpfung von HIV/Aids müsse auf zweierlei Weise passieren, so Küberl: Einerseits unmittelbar durch verbesserte Präventionsarbeit und verstärkte medizinische Anstrengungen, andererseits durch Maßnahmen gegen Armut und gegen Unterdrückung und sexuelle Ausbeutung von Frauen.

Eindringlich mahnte Küberl zudem kindgerechte Therapien und HIV-Tests für Kinder unter 18 Monaten ein. Hier seien auch die Pharma-Konzerne in die Pflicht zu nehmen, auch wenn sich die Entwicklung eigener Präparate für Kinder wirtschaftlich nicht rechnen würde.

Mit der Kampagne "HAART for Children" des internationalen Caritas-Netzwerks wollen die Hilfsorganisationen Entwicklung und Forschung in diesem Bereich vorantreiben: Rund 20.000 im Zuge der Kampagne allein in Österreich gesammelte Unterschriften wird Caritas-Präsident Küberl dazu am Montag, 19. Juli, im "Global Village" am Wiener Messegelände an das heimische Außenministerium übergeben.

Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) gpu/jop/

nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0001