ÖSTERREICH: Darabos warnt vor Zusammenbruch des Zivildienstes

Minister spricht Machtwort: "Kein Berufsheer"

Wien (OTS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos kontert
Kritikern seiner Sparpläne vehement. In der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntag-Ausgabe) erklärt der SP-Minister: "Das, was die ÖVP hier macht, ist einfach nur doppelbödig. Josef Pröll fordert zu Recht ein intelligentes Sparen ein, und kaum mache ich meine Vorschläge -übrigens als erster Minister - sagt die ÖVP zu allen Sparvorschlägen rundweg Nein. Ich erwarte von Josef Pröll, dass er diese perfiden Angriffe der ÖVP auf meine Sparvorschläge stoppt."

Er, Darabos, weiche "keinen Millimeter von meinen Sparvorschlägen ab. Ich habe in der Zentralstelle des Ministeriums bereits fast 300 abgebaut und da sind noch 200 bis 300 weitere Stellen zum Einsparen. Das gilt auch für die zwei Geheimdienste, dort kann man bis zu 300 Jobs einsparen. Wir haben das Bedrohungsbild des Kalten Krieges zum Glück nicht mehr, und daher gibt es auch nicht mehr die Notwendigkeit für so einen aufgeblähten Apparat."

Die Oppositionsvorschläge für ein Ende der Wehrpflicht lehnt Darabos vehement ab: "Ein Berufsheer würde uns das Doppelte kosten. Ich möchte den Katastrophenschutz mit 10.000 Mann garantieren. Das könnte man mit einem Berufsheer nicht. Die, die jetzt ein Volksbegehren machen wollen, spielen mit dem Feuer. Ich finde nicht, dass sich das Heer für solch parteipolitische Spiele missbrauchen lassen sollte".

Eine Ende der Wehrpflicht hätte, laut Darabos, dramatische Folgen. "Der Bereich des Zivildienstes würde zusammenbrechen. Denn ein verpflichtendes Sozialjahr wäre menschenrechtswidrig," sagt Darabos in ÖSTERREICH.

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0001