Opferschutzstelle des Landes zieht Zwischenbilanz

LR Schmid: Jegliche Form der Gewalt an Kindern muss verhindert werden

Bregenz/Feldkirch (OTS/VLK) - Seit Einrichtung der
Opferschutzstelle des Landes Vorarlberg Ende April 2010 wurden insgesamt 16 Kontakte verzeichnet. Bei sieben davon ist es zu einer weiteren Bearbeitung von verschiedensten Anliegen gekommen. Davon konnten drei bereits erledigt werden. In zwei Fällen laufen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. In den anderen Fällen wurden die Anliegen der Betroffenen erhoben und Lösungen gefunden.

In den Kontakten mit den Betroffenen standen immer wieder zwei Anliegen im Vordergrund, informiert Landesrätin Greti Schmid: "Zum einen, dass ihre Berichte und Erfahrungen ernst genommen werden und zum anderen, dass heute oder auch in Zukunft keine Kinder oder Jugendlichen so behandelt werden, wie es ihnen widerfahren ist."

Laufende Überprüfung der Standards

Gewalt in der Erziehung, wie sie die Betroffenen vor langer Zeit erlitten haben, sollte heute nach menschlichem Ermessen in den privaten Einrichtungen der Jugendwohlfahrt nicht mehr vorkommen können, betont Schmid: "Dennoch nehmen diese Einrichtungen die Erfahrungen der Opfer wiederum zum Anlass, in Zusammenarbeit mit der Fachaufsicht des Landes ihre Vorkehrungen zum Schutz der Kinder zu überprüfen, um jegliche Form der Gewalt an Kindern nach Möglichkeit zu verhindern."

Kinder- und Jugendanwalt bleibt zuständig

Morgen, Freitag, wird der bisherige Zugang zur Opferschutzstelle über eine separate Telefonnummer eingestellt. Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch dazu: "Das bedeutet nicht, dass keine weiteren Meldungen möglich sind." Betroffene, die in der Vergangenheit Gewalt in Einrichtungen erlebt haben, können sich auch in Zukunft an den Kinder- und Jugendanwalt in Feldkirch wenden: T 05522 / 84900, E kija@vorarlberg.at, Schießstätte 12, 6800 Feldkirch, www.kija.at.

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