Die Sommerente watschelt wieder!

Wien (OTS) - Vor dem Hintergrund einer von Stadt und Bund zur zukünftigen Nutzung bzw. zu zukünftigen baulichen Adaptionen des Künstlerhauses in Auftrag gegebenen und zur Zeit sorgfältig und seriös durchgeführte Studie, in die neben anderen sowohl das Künstlerhaus als auch die Kunsthalle eingebunden waren, erscheint die heutige Architekturpräsentation mehr als merkwürdig. Laut Gerald Matt, Direktor der Kunsthalle Wien, gibt es seit geraumer Zeit keine Gespräche zwischen Kunsthalle und Künstlerhaus. Darüber hinaus gelte es, die Ergebnisse dieser Studie abzuwarten.

Zu der mit viel Trara präsentierten Architektur für eine Erweiterung des Künstlerhauses, hält Matt fest, dass die Kunsthalle nach heutigem Stand für eine Bespielung des Künstlerhauses nicht zur Verfügung steht.

Was die vorgelegten Pläne angeht, beinhalten diese weder die Anforderungsprofile möglicher zukünftiger Nutzer, noch beinhalten sie ein klares Nutungskonzept. Da scheint man, wie Matt hinzufügt, wohl auf die einfache Faustregel, die nicht nur für Kulturbauten gilt vergessen zu haben, die lautet: Man kann nicht bauen, wenn man nicht weiß für was und für wen. Für Matt ist die vorgelegte Planung ein weiteres Luftschloss, bzw. wohl der Jahreszeit entsprechend eine hitzebedingte Fata Morgana.

Bei den jetzt vorgelegten Plänen handelt es sich um einen Alleingang des Künstlerhauses, um reine Planspiele, so der Chef der Kunsthalle Wien. " Die Sommerente vom letzten Jahr watschelt wieder", witzelt Matt. Im Übrigen stelle sich bei baulichen Großprojekten dieser Art auch die Frage, ob hier nicht ein internationaler Wettbewerb basierend auf klaren Vorstellungen einer Nutzung und einem fundierten Raum- und Funktionsprogramm von Nöten wäre.

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