BZÖ-Huber: VP-Berlakovich macht Politik für Gentechniklobby

Landwirtschaftsminister belügt Bevölkerung in Inseraten auf Steuerzahlerkosten - BZÖ-Petition gegen Import von gentechnisch veränderten Lebensmitteln

Wien (OTS) - BZÖ-Agrarsprecher Abg. Gerhard Huber kritisierte
heute im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit BZÖ-Generalsekretär Christian Ebner die Selbstbeweihräucherung von ÖVP-Landwirtschafsminister Berlakovich in den Gentechnik-Inseraten. "Berlakovich belügt die Bevölkerung in auf Steuerzahlerkosten finanzierten Inseraten. Österreich ist im Gegensatz zur Aussage von Berlakovich leider nicht gentechnikfrei. Tatasche ist, dass jährlich 600.000 Tonnen mit gentechnisch verändertem Soja nach Österreich importiert und verfüttert werden und damit - mit Ausnahme von Bioprodukten - in die Nahrungsmittel kommen", erklärte Huber.

Weiters wies Huber darauf hin, dass bei Anbau von gentechnisch verändertem Saatgut in anderen Ländern - wie etwa in Polen - diese gentechnisch veränderte Saat durch Pollenflug oder Bienen über hunderte Kilometer übertragen wird. "In Polen wird gentechnisch verändertes Saatgut angebaut und zwei Jahre später haben wir den gentechnisch verseuchten Mais im Marchfeld", warnte der BZÖ-Agrarsprecher. Hier stelle sich die Frage, wer für etwaige Schäden zahle.

Huber forderte Berlakovich und die gesamte Bundesregierung auf, endlich aus dem Sommerschlaf zu erwachen und zu handeln. "Österreich könnte eine Modellregion und der Feinkostladen Europas werden. Berlakovich soll ein staatlich kontrolliertes Gütesiegel einführen, damit die Konsumenten wissen, was wirklich gentechnikfrei ist und was nicht."

Der BZÖ-Agrasprecher kündigte eine BZÖ-Petition gegen den Import von gentechnisch veränderten Lebensmitteln an. "Ich verspreche den Bürgerinnen und Bürgern, dass das BZÖ alles unternehmen wird, um sie von genverseuchten Produkten zu schützen."

BZÖ-Generalsekretär Ebner kündigte eine parlamentarische Anfrage an, um die Kosten der Eigen-PR-Kampagne von Berlakovich für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zu eruieren. "Es ist ein Skandal, wenn sich ein ÖVP-Minister beim Jausnen abbilden lässt und die Österreicherinnen und Österreicher dafür zahlen müssen", so Ebner.

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