Studie: Österreichs KMU oft nur unzureichend abgesichert

26% der KMUs nicht gegen Haftpflicht-Ansprüche versichert. 40% nur für Schäden bis 1 Mio. Euro versichert. Über 70% mit Bundes-Umwelthaftungsgesetz nicht vertraut.

Wien (OTS) - Viele österreichische Unternehmen sind sich der Risiken, die aus ihrer Geschäftstätigkeit entstehen, nicht in vollem Umfang bewusst. Wie aus einer von der Generali Versicherung in Auftrag gegebenen Marktstudie hervorgeht, verfügen nur 74% der österreichischen Klein- und Mittelbetriebe über eine Haftpflichtversicherung.
"Dabei können auf Firmen jeder Größenordnung, natürlich auch auf Ein-Personen-Unternehmen Schadenersatzforderungen zukommen, die rasch eine Existenz bedrohende Höhe erreichen können", betont Walter Kupec, Generali-Vorstand für Nicht-Personenversicherungen. Die Generali ist mit einem Marktanteil von 21,5% Österreichs führender Haftpflichtversicherer.

Dieses Risiko für die Existenz des Unternehmens wird in vielen Haftungsfragen generell nicht stark genug wahrgenommen. Zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gehen davon aus, mit einer Deckungssumme von weniger als 1 Mio. Euro gegen sämtliche Haftpflichtansprüche ausreichend abgesichert zu sein, während etwa in der Kfz-Haftpflichtversicherung die gesetzliche Mindestdeckungssumme bereits 6 Mio. Euro beträgt.

Demgegenüber erhöht sich das Anspruchsdenken der Österreicher deutlich - nicht zuletzt getrieben von einer immer strengeren Judikatur - und klettert betragsmäßig in bedrohliche Größenord-nungen. 43% jener KMU, die über eine Haftpflichtversicherung verfügen, sind nur bis zu einer Schadenshöhe von 1 Mio. Euro abgesichert. Die Mehrkosten für eine Absicherung bis 1,5 Mio. Euro betragen - abhängig von der Branche - nur wenige Hundert Euro pro Jahr.

UMWELTHAFTUNG: KONSEQUENZEN WEITGEHEND UNBEKANNT
Ein beträchtliches Informationsdefizit ortet die Studie hinsichtlich des vor einem Jahr in Kraft getretenen Bundes-Umwelthaftungsgesetzes (B-UHG). 71% der befragten Klein- und Mittelbetriebe haben angegeben, dass ihnen die Konsequenzen dieses seit 20. Juni 2009 gültigen Gesetzes für ihr Unternehmen kaum oder gar nicht bekannt seien. Trotz eines hohen Gefährdungspotenzials ist es bisher nicht im erforderlichen Ausmaß gelungen, vor allem bei klein- und mittelständischen Gewerbebetrieben ausreichende Bewusstseinsbildung zu erreichen, dass Haftungen für zahlreiche Unternehmen tatsächlich schlagend werden. Kontroversielle Interpretationen des Bundesgesetzes und die nur schrittweise Erarbeitung der vorgese-henen Landesgesetze waren einer weit reichenden Akzeptanz der Notwendigkeit, dass Unternehmen für diese neuen Risiken Vorsorge treffen müssen, nicht eben förderlich.

Das Gesetz gilt für Unternehmen jeder Größenordnung, wobei schon geringe Mengen an gefährlichen Stoffen eine Gefährdungshaftung ohne Höchstgrenze auslösen. Insbesondere Biodiversitätsschäden - also eine Schädigung der Vielfalt von Tieren und Pflanzen sowie natürlicher Lebensräume - sind eine bedeutsame Neuerung für das österreichische Haftungsrecht.
Umweltschäden gemäß der genannten gesetzlichen Bestimmungen sind - eine Schädigung geschützter Arten und natürlicher Lebensräume, - eine Schädigung der Gewässer und
- eine Schädigung des Bodens.
Entsprechende Umweltschädigungen müssen beseitigt werden - die Sanierungskosten, aber auch die Kosten administrativer Verfahren tragen die Unternehmen.

SCHUTZ DURCH UMWELTSANIERUNGSKOSTENVERSICHERUNG
Um das für alle Gewerbetreibenden, ja selbst für Landwirte bestehende beträchtliche Risiko abzudecken, bietet die Generali eine Umweltsanierungskostenversicherung (USKV). Damit übernimmt die Generali - bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme - den Kostenaufwand für die Sanierung von versicherten Umweltschäden gemäß dem Bundes-Umwelthaftungsgesetz und den dazu ergangenen Landesgesetzen.

"Ein spezieller Versicherungsschutz macht schon deshalb Sinn", so Dr. Harald Ostheimer, Leiter Allgemeine Haftpflichtversicherung der Generali, "weil die Rechtslage neu und in vielen Bereichen noch relativ unbestimmt ist." Er geht davon aus, dass die finanzielle Belastung im Fall eines entsprechenden Umweltschadens deutlich höher sein wird als in der Vergangenheit. Ostheimer: "Auch wenn eine Umweltkatastrophe, wie sie sich derzeit im Golf von Mexiko ereignet, in Österreich kaum vorstellbar ist, kann heute bei vielen vorhandenen Deckungskonzepten ein böses Erwachen im Schadenfall nicht ausgeschlossen werden."

Die Versicherungsbedingungen für die Umweltsanierungskostenversicherung der Generali stehen im Internet zur Verfügung: www.generali.at

Die Generali Gruppe Österreich ist ein führender Allspartenversicherer mit einer um Finanzdienstleistungen erweiterten Angebotspalette. Zum Konzern zählen in Österreich unter dem Dach der Generali Holding Vienna AG unter anderem die Generali Versicherung AG, die BAWAG P.S.K. Versicherung AG und die Europäische Reiseversicherung AG. Mit einem Marktanteil von fast 15 % ist die Generali Österreichs drittgrößte Versicherungsgruppe.
Die Generali Gruppe Österreich ist ein Teil der weltweit tätigen Gruppe der Assicurazioni Generali S.p.A., die 1831 in Triest gegründet wurde. Mit einem Prämienaufkommen von 70,5 Milliarden Euro ist die Generali Group die drittgrößte Versicherungsgruppe in Europa. Sie ist in 68 Ländern tätig - 85.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen mehr als 70 Millionen Kunden.

Hinweis:
Bei diesem Text handelt es sich um eine unverbindliche Basisinformation für Medienvertreter, jedoch nicht um ein Angebot, eine Aufforderung oder eine Empfehlung zum Kauf von Versicherungsprodukten. Informationen über die Geschäftsentwicklung sowie über Produkte und Services sind verkürzt bzw. vereinfacht dargestellt. Die genaue Definition und der Umfang des Versicherungsschutzes sind in den jeweiligen Vertragsgrundlagen festgehalten.

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