WKÖ-Vizepräsident BO Fritz Amann kritisiert die geplante Novelle der Immobilienmaklerordnung!

Mitterlehner ist gefordert, die Interessen der Wirtschaft zu vertreten!

Wien (OTS) - Heute endet die Begutachtungsfrist für die Novelle
der Immobilienmaklerordnung. Mit der Reduktion der Provisionszahlungen von Mietern bei der Vermittlung von Mietverhältnissen an Wohnungen und Einfamilienhäusern von derzeit max. drei Bruttomonatsmieten auf max. zwei Bruttomonatsmieten, hat Wirtschaftsminister Mitterlehner wieder einmal deutlich über das Ziel hinausgeschossen, weil damit eine gesamte Branche in ihrer Existenz gefährdet ist, so die Kritik von RfW BO, WKÖ Vizepräsident Fritz Amann.

Diese Vorgansweise entspricht für Amann nicht den Regeln der freien Markwirtschaft. Hier wird durch staatliche Einflussnahme, den Immobilienmaklern per Gesetz ein Drittel des Umsatzes gestrichen. Diese staatliche Einflussnahme muss ein Unternehmer erst mal aushalten, zumal die Budgetplanungen für 2010 von anderen Einnahmeparametern ausgegangen sind. Die Folge wird sein, dass viele Betriebe in ihrer Existenz gefährdet sind und auch zahlreiche Arbeitsplätze verloren gehen werden, denn die Immobilienbranche beschäftigt etwa 20.000 bis 25.000 Mitarbeiter. Auch werden dort 230 Lehrlinge ausgebildet, weil dieser Beruf bisher Zukunft hatte. All diese Mitarbeiter können sich nun bei ihrer Interessensvertretung, der Arbeiterkammer, bedanken, die diese Novelle als großen Erfolg für den Konsumenten verkauft hat. Auch der Anzeigenmarkt in den Zeitungen und Magazinen wird deutlich reduziert werden, da für Inserate die finanziellen Mittel fehlen werden. Auch dort wird es zu Arbeitsplatzverschiebungen bzw. Jobverlusten kommen, da die geplanten Einnahmen nun ausbleiben werden.

Besonders bedenklich für den RfW ist die neue 4-Jahresgrenze (früher nur 2- bzw. 3-Jahresgrenze), denn diese wird einen weiteren Teil des Umsatzes kosten. Auch kann man das AK-Argument, dass im internationalen Vergleich die Provisionen zu hoch sind, nicht gelten lassen, denn diese Behauptung ist grundsätzlich falsch. Im internationalen Vergleich gibt es kein MRG und keine gesetzlich vorgeschrieben Höchstmieten - daher sind die Maximalprozentsätze international nicht vergleichbar. Dieser Vergleich hinkt daher gehörig und zeigt nur, wie unseriös die AK immer wieder Unternehmer an den Pranger stellt und dabei auch noch ihr eigenes Klientel gefährdet, so Amann.

Der WKÖ Vizepräsident verlangt daher, dass sich Mitterlehner seiner Wurzeln in der WKÖ besinnt und somit das Interesse der Wirtschaft vertritt, anstatt Erfüllungsgehilfe für die AK zu sein. Hier geht es um vitale Interessen einer wichtigen Branche und diese dürfen nicht auf dem Altar der Politik geopfert werden, nur weil Wahlen anstehen. Daher muss diese Novelle im Sinne des Maklergewerbes sofort gestoppt werden, so der RfW BO, WKÖ Vizepräsident Fritz Amann, abschließend. (Ende)

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