Aids-Seelsorger: Krankheit betrifft alle Bevölkerungsgruppen

Wiener Trinitarierpater Kriz im "Kathpress"-Gespräch: Reiche Staaten sollen die am 18. Juli in der Bundeshauptstadt beginnende Welt-Aids-Konferenz als Anstoß zu mehr Solidarität verstehen

Wien, 12.07.10 (KAP) Die Tendenz zur Bagatellisierung von Aids und die geringe öffentliche Aufmerksamkeit für die Immunschwächekrankheit hat der Aids-Seelsorger der Erzdiözese Wien, der Trinitarierpater Clemens Kriz, kritisiert. HIV und Aids seien nach wie vor ein Realität, auch in Österreich und quer durch alle Bevölkerungsgruppen, so Kriz in einem "Kathpress"-Gespräch am Montag..

Die Brisanz der Krankheit werde medial und gesellschaftlich aber nicht mehr wahrgenommen. Das treffe etwa auch auf den jährlichen Welt-Aidstag (1. Dezember) zu. Auch der Life-Ball werde letztlich fast nur noch als "großer Kostümball" dargestellt.

Von der am kommenden Sonntag in Wien beginnenden Welt-Aids-Konferenz erwarte er sich auf jeden Fall wieder mehr Aufmerksamkeit für die Krankheit, die vor allem in Entwicklungsländern "ganze Generationen dahinrafft", so der Ordensmann. Bis zu 30.000 Teilnehmer werden in der Bundeshauptstadt erwartet.

Für die Delegierten aus den Entwicklungsländern biete die Konferenz eine Möglichkeit, sich besser zu vernetzen und gegenseitig zu stärken im Kampf gegen ungerechte soziale Strukturen. Das betreffe etwa den Einsatz für noch mehr Generika. Denn immer noch hätten Millionen Menschen vor allem in Afrika keinen Zugang zu lebensrettenden Medikamenten. Die reichen Staaten sollten die Konferenz hingegen auch als Anstoß zu mehr Solidarität verstehen, plädierte Kriz.

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