Moser: Grassers Klage bringt neue belastende Materialien ans Tageslicht

Grüne wollen Reihum-Aufklärung in der Causa Buwog

Wien (OTS) - "Grassers Klage sorgt sicher für weitere Aufdeckungen", erklärt die Bautensprecherin der Grünen, Gabriela Moser. Die Klage Grassers wurde mit der Aussage Mosers, Grasser habe 'konspirative Gespräche geführt, die eine illegale Einflussnahme auf das Buwog-Verfahren zum Ziel hatten', begründet. Moser weist darauf hin, dass ihre Aussage durch ihr vorliegende Aktenvermerke zu Telefonaten abgesichert sind: "Daraus geht hervor, dass einem Staatspolizisten Geld für Informationen zum Ermittlungsstand in der Causa geboten werden könne".

"Bei den Ermittlungen gegen Grasser in der Causa Buwog soll nicht nur die Wahl der beratenden Investmentbank, Lehman Brothers, sondern die von Grasser ausdrücklich gewünschte und vom Rechnungshof wiederholt kritisierte Gesamtvorgangsweise untersucht werden. Auch diese legt nämlich den Verdacht der Untreue nahe", erklärt Moser und verweist darauf, dass der Republik bis zu einer Milliarde Euro entgangen sind, weil statt an Einzelinvestoren an ein Konsortium um die Immofinanz verkauft wurde. "Auffallend ist, dass die CA Immo, die letztlich nicht zum Zug kam, nur 1,3 Millionen Euro weniger geboten hat als die 'Sieger'."

Moser hat zwei Anfragen an Justizministerin Bandion-Ortner und Innenministerin Fekter eingebracht, und fordert, den Weg für schonungslose Aufklärung freizumachen. "Der Promi-Faktor und die Ermittlungs-Privilegien für Grasser müssen aufhören", so Moser, die eine Öffnung der Konten Grassers fordert. Das Landesgericht Wien entscheidet darüber noch diese Woche im Verfahren von Grasser gegen seinen Ex-Kabinettsmitarbeiter Michael Ramprecht, der behauptet hatte, dass Grasser bei der Entscheidung für Lehman Einfluss auf Buwog-Aufsichtsratschef Ernst Karl Plech genommen habe.

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