VP-Stiftner: Donauinsel - immer noch nicht ferienfit

Grillplätze und mangelnde Hygiene sorgen weiter für Unmut und Konflikte

Wien (OTS) - "Nur kosmetische Retuschen seitens des Wiener Umweltressorts werden nicht ausreichen, um die Donauinsel zu einem Freizeiteldorado für alle Wienerinnen und Wiener zu machen", stellt ÖVP Wien Umweltsprecher Roman Stiftner im montäglichen Mediengespräch der Wiener ÖVP fest.

Im Besonderen weist Stiftner auf die seit Jahren bestehenden Unzulänglichkeiten bei den Grillplätzen auf der Donauinsel hin. Zwar wurden auf Drängen der ÖVP Grillplatzbetreuer eingesetzt, aber organisatorische kam es zu keinerlei Verbesserungen. "Obwohl die ÖVP immer wieder auf die untragbare Situation aufmerksam gemacht hat, ist die Stadtregierung nicht in der Lage gewesen, das wilde Grillen und die Devastierung der bestehenden Grillplätze zu verhindern", so Stiftner. Man dürfe sich daher nicht wundern, wenn insbesondere an Wochenenden das Aggressionspotential auf der Donauinsel zwischen den verschiedenen Nutzergruppen steige. Ein effizientes Donauinselmanagement müsse dafür sorgen, dass alle Benutzergruppen auf ihre Rechnung kommen.

Kaution für Grillplatznutzung

Nicht nur, dass die Anzahl legaler, gemauerter Grillplätze wesentlich erhöht werden müsste, gehe es auch um eine sinnvolle Grillplatzzuteilung, so der VP-Umweltsprecher. Neben der Benutzergebühr von derzeit 10 Euro, solle eine Kaution von etwa 50 Euro hinterlegt werden, die dann rückerstattet werde, wenn der Grillplatz nach Benutzung gesäubert verlassen werde. Auch müsse das Grillverbot außerhalb der Grillzonen stärker überwacht und bei Nichteinhaltung sanktioniert werden.

Mehr Sicherheit auf der Insel

Die Grillplatzmeister und das geplante Infopersonal können die ihnen zugedachte Überwachungsfunktion kaum effizient ausüben. "Derzeit gibt insgesamt 15 Personen, die auf der Insel für Ordnung sollen. Es ist klar, dass diese angesichts der Größe der Insel von immerhin 21 km Länge, hier heillos überfordert sind. Hier bedarf es Aufsichtsorgane, die mit entsprechenden Kompetenzen ausgestattet sind. Etwa einer Stadtwache, wie sie von der ÖVP immer wieder gefordert werde. Auch wäre der Einsatz von berittener Polizei auf der Insel, wie sie ÖVP Landesparteiobfrau mehrfach vorgeschlagen hat, absolut sinnvoll, unterstreicht Stiftner der Forderung Mareks.

Mangelnde Sanitäreinrichtungen

Auch die sanitären Einrichtungen auf der Donauinsel ließen sehr zu wünschen übrig. "Derzeit gibt es für 42 km Strand nur 27 fixe WC-Anlagen. Es müssen die hygienischen Einrichtungen so geschaffen werden, dass sie auch von den Besuchern benutzt werden. Die derzeit im Einsatz befindlichen Mobilklos sind nicht wirklich geeignet. Sie sollten durch gemauerte Anlagen ersetzt werden, die auch gleichzeitig Abwaschmöglichkeiten enthalten, damit etwa Grillgeschirr nicht mehr in der Neuen Donau gewaschen werden muss", fordert Stiftner.

"Es ist auf jeden Fall höchste Zeit die Konfliktfelder auf der Donauinsel zu lösen, sonst ist es unabwendbar, dass die Donauinsel versandelt, ihre Freizeitfunktion für alle verliert und zu einer Insel für Randgruppen wird", warnt Stiftner abschließend.

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