FPÖ-Haider zu Griechenlandkrediten: Finanzminister bestätigt 6 Milliarden Zinsengeschenk pro Jahr an Griechenland

EU-Kredite sind gegenüber IWF-Geld nachrangig und sogar schlechter gestellt als die griechischen Altschulden

Wien (OTS) - "Es ist nicht zu fassen: die Kredite der EU-Staaten
an Griechenland sind nicht nur nachrangig gegenüber den Krediten des Internationalen Währungsfonds (IWF), sie sind sogar schlechter gestellt als die griechischen Altschulden!" ärgert sich der freiheitliche NAbg. Mag. Roman Haider über die Beantwortung seiner parlamentarischen Anfrage durch den Finanzminister. "Und zu allem Überfluß bekommen die Griechen aufgrund der schlechten Verzinsung auch noch jedes Jahr rd. 6 Milliarden Euro von den EU-Staaten quasi geschenkt!" wartet Haider mit konkreten Zahlen auf.

Haider hatte in seiner parlamentarischen Anfrage Aufklärung über die Kreditdetails verlangt, nachdem in deutschen Medien Meldungen über die Nachrangigkeit der Kredite der EU-Staaten gegenüber den IWF-Krediten laut geworden waren. "Und obwohl die Anfragebeantwortung über weite Strecken nur aus leeren Worthülsen besteht, musste der Finanzminister schlussendlich doch die Nachrangigkeit eingestehen", so Haider. Und nicht nur das: Während Anleger am Kapitalmarkt griechische Staatsanleihen mit so hohen Kursabschlägen erwerben können, dass sie über die gesamte Laufzeit eine Rendite von 10% bis 11% realisieren (vorausgesetzt es kommt nicht zum Crash, den die EURO-Länder ja verhindern wollen), erhalten die EURO-Länder für ihre neuen Kredite nur 5 % Zinsen, obwohl sie dasselbe Risiko tragen wie externe Investoren."Damit sind die neuen Kredite deutlich schlechter gestellt als die Altschulden" zeigt Haider auf und weiter: "Die neuen Kredite sind somit nicht nur nachrangig gegenüber dem frischen Geld vom IWF, sondern auch - wirtschaftlich, nicht formal - nachrangig gegenüber den Altschulden (formal sind sie "pari passu" bzw. gleichwertig; faktisch aber doch schlechter gestellt, da sie nicht marktgerecht verzinst werden, aber dasselbe Ausfallrisiko tragen, wie die anderen Marktteilnehmer).

Der Marktzins für Griechenland- Anleihen bei Laufzeiten ab 2 Jahre liege bei ca. 10 % p.a.. Nur bei Laufzeiten von unter 1 Jahr oder weniger akzeptiert der Markt noch Renditen unter 10 %. Hingegen werden die neuen Kredite der EURO-Länder an Griechenland mit 3% über Euribor verzinst - die Zins-Subvention liegt also bei Laufzeiten von über einem Jahr bei ca. 5,5 % bis 6 %. Bei einem gesamten Kreditvolumen von 110 Mrd. EUR (das zur Zeit aber noch nicht voll ausgeschöpft ist) beträgt das Zinsgeschenk an Griechenland also rund 6 Mrd. EUR p.a. zeigt Haider abschließend auf.

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