Hitze: Wiener Rettung warnt vor Kohlenmonoxidvergiftungen durch Gasgeräte

Wien (OTS) - Derzeit verzeichnet die Wiener Rettung signifikant
hohe Einsätze wegen CO-Vergiftungen, alleine gestern wurde sie zu vier Vergiftungsfällen in Wien gerufen. Deshalb wird eindringlich vor der oft unterschätzten Gefahr gewarnt. Viele Menschen wissen nicht, dass auch im Sommer die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung durch eingeschaltete Gasgeräte in Wohnungen besteht - unabhängig davon, ob die Gastherme alt oder neu, schlecht oder gut gewartet ist. "Schuld daran ist ein durch hohe Außentemperaturen ausgelöster Niederdruck, der das Abziehen von Abgasen durch Rauchfänge verhindert. Die Folge ist das Zurückströmen von Kohlenmonoxid in die Wohnung", erklärte Dr. Rainer Gottwald, Abteilungsleiter der Wiener Rettung, Montag gegenüber der Rathaus-Korrespondenz. Die Wohnungen sollten daher auch bei hohen Außentemperaturen unbedingt regelmäßig gelüftet werden.

Für die MitarbeiterInnen der Wiener Rettung ist es wichtig, bei Rettungseinsätzen die Gefahr durch das farb- und geruchlose Gas rasch zu erkennen, denn die Zeichen einer Vergiftung mit Kohlenmonoxid sind insbesondere im Anfangsstadium völlig unspezifisch. Neben Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwächegefühl, Schwindel und Benommenheit können Brechreiz, Brustschmerzen oder auch Verwirrtheit zu den Krankheitsbildern zählen.

Seit Jänner 2010 sind die MitarbeiterInnen der Wiener Rettung mit kleinen CO-Alarmgeräten ausgerüstet, die die Umgebungsluft nach Kohlenmonoxid scannen und schon bei geringen Mengen einen akustischen und optischen Alarm abgeben. "Die Investition in die Alarmgeräte zur Soforterkennung einer Kohlenmonoxidvergiftung haben sich mehr als bezahlt gemacht - nicht nur für die PatientInnen, auch für den Selbstschutz unserer MitarbeiterInnen", schloss Gottwald.

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