AIDS 2010: Ärztekammer ruft zu Toleranz und Offenheit auf

Dorner: "Stigmatisierung und Ausgrenzung von HIV-positiven Menschen durch Fortbildung im medizinischen Bereich entgegentreten"

Wien (OTS) - Als "einmalige Gelegenheit, der Welt zu zeigen, dass Toleranz und Offenheit keine Fremdworte für die Wienerinnen und Wiener sind", bezeichnete Ärztekammerpräsident Walter Dorner die diesjährige Austragung der Internationalen AIDS Konferenz von 18. bis 23. Juli 2010 in Wien. Der Ärztechef kündigt eine Fortführung der Weiterbildungsoffensive im medizinischen Bereich an, um "Vorurteilen und Ängsten entgegenzutreten". ****

Ihm, Dorner, sei bewusst, dass es auch in Österreich noch "zahlreiche Missstände im Umgang mit HIV-positiven Menschen gibt, die sich durch alle Bereiche des Lebens ziehen". Auch der medizinische Bereich sei hier nicht vor Ängsten, Vorurteilen und damit zusammenhängender Diskriminierung gefeit. Aber, so der Ärztechef, "wir sind massiv dahinter, dem mittels Fort- und Weiterbildung zum Thema HIV/AIDS entgegenzuwirken und für eine adäquate medizinische Versorgung von Betroffenen zu sorgen".

Bewusstsein von Ärzten sensibilisieren

Besonders im Bereich der Früherkennung gelte es, das Bewusstsein auch innerhalb der Ärzteschaft zu sensibilisieren, betonte Dorner. Aufgrund der mit der Infektion verbundenen grippeähnlichen Symptome suchten die Betroffenen in der ersten Phase meist einen niedergelassenen Arzt auf. Hier liege es an dem Arzt beziehungsweise der Ärztin, nachzufragen, ob der Patient ungeschützten Verkehr gehabt hat und die Möglichkeit einer HIV-Infektion besteht.

"Wir sind uns bewusst, dass es hinsichtlich der Früherkennung der HIV-Infektion Aufklärungspotenzial bei den Ärzten gibt und möchten hier im Sinne einer bestmöglichen Therapie und Behandlung für die Betroffenen einen Beitrag leisten", so Dorner.

Der Ärztechef kündigt deshalb an, die in den Vorjahren gestartete Fortbildungsoffensive im Bereich HIV/AIDS zu intensivieren und die Ärztinnen und Ärzte gezielt auf diese Thematik hin zu schulen.

Tausende Menschen werden im Rahmen der Internationalen AIDS Konferenz die Bundeshauptstadt besuchen, "zeigen wir ihnen, dass Stigmatisierung und Ausgrenzung in unserer Gesellschaft keinen Platz haben, und bereiten wir allen Konferenzteilnehmern ein herzliches Willkommen", so Dorner abschließend. (kp)

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