LH Dörfler zur Ortstafelfrage: Brauchen kein aufgeregtes Theater im Jubiläumsjahr

Die Aussagen von BM Berlakovich sind entbehrlich. Bundeskanzler Faymann alleine hat die Trageweite einer Lösung erkannt.

Klagenfurt (OTS) - In Reaktion auf die heutigen Aussagen von Bundesminister Niki Berlakovich stellt Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler fest, dass sich Berlakovich nicht für die Ortstafelfrage zuständig fühlen solle. "Ich verbiete es mir, dass sich Berlakovich in dieses Thema einmischt", erklärt Dörfler. Derartige Äußerungen sowie ein künstliches Herbeispielen eines Zeitdruckes seien vollkommen unangebracht. In der Lösung der Ortstafelfrage sei Bundeskanzler Werner Faymann gefordert, der sich bereits dieses Themas angenommen habe und einen Zeithorizont bis zum Jahr 2012 anpeilt. "Dem habe ich als Kärntner Landeshauptmann nichts mehr hinzuzufügen", so Dörfler. Berlakovich solle sich seine entbehrlichen Wortspenden sparen und besser in seinen eigenen Referaten für Ordnung sorgen.

"Die Ortstafelfrage ist ein sensibles Thema, welches nicht mit Gewalt und unter Hektik gelöst werden kann", erklärt Dörfler. Einzig allein Bundeskanzler Werner Faymann habe auf bundespolitischer Ebene in Wien erkannt, dass an der Lösung der Ortstafelfrage nur ohne Aufgeregtheit und ohne Zeitdruck gearbeitet werden könne. "Die von Bundespräsident Heinz Fischer, Niki Berlakovich und Co an den Tag gelegte Hektik ist vollkommen unangebracht. Wir brauchen im 90. Jubiläumsjahr der Kärntner Volksabstimmung kein aufgeregtes Theater", so Dörfler.

Zudem sei es für Dörfer nicht einzusehen, dass sich die ÖVP im 90. Jubiläumsjahr der Wiederkehr der Kärntner Volksabstimmung bemüßigt fühle, Zeit- und Entscheidungsdruck einzufordern. Unter der Führung von ÖVP-Landeshauptmann Christof Zernatto sei die Ortstafelfrage ebenfalls kein Thema gewesen. Erst durch die provokanten Schnellfahrer-Aktionen von radikalen Slowenenvertretern wie Rudi Vouk und Co. sei die längst gelöste Ortstafelfrage wieder zu einem umstrittenen Thema geworden.

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