Rasinger: Gruppenpraxen sollen Spital entlasten

ÖVP-Gesundheitssprecher: Neuregelung für Gruppenpraxen stärkt freiberuflichen Arzt und verhindert fremdkapitalgesteuertes Renditedenken

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Österreich hat 70 Prozent mehr Spitalsaufnahmen als im EU-Schnitt. Das ist einerseits auf die hohe Qualität zurückzuführen, andererseits aber einfach zu viel. Wenn wir diese Schieflage korrigieren wollen, müssen wir die ambulante Versorgung verbessern. Und dieses Gesetz ist ein Beitrag dazu. Das sagte heute, Freitag, ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger anlässlich der Debatte über das Bundesgesetz zur Stärkung der ambulanten öffentlichen Gesundheitsversorgung im Nationalrat. Er brachte zudem einen ÖVP-SPÖ-Entschließungsantrag betreffend ein Bundesgesetz zur Stärkung
der ambulanten öffentlichen Gesundheitsversorgung ein. ****

Im Gegensatz zu Deutschland hat Österreich einen großen Vorteil: Denn dort spiele bei derartigen Versorgungszentren das Fremdkapital eine große Rolle: "Mit dem Effekt, dass jemand, der in eine Gruppenpraxis investiert, vor allem Rendite erzielen will. Das heißt aber noch lange nicht, dass er auch eine optimale Versorgung im Auge hat. Wenn der Kapitalgeber - wie in England oder Amerika - auch noch ein Pensionsfonds ist, ist das Anliegen einer optimalen Patientenbetreuung zweitrangig, sondern eine maximale Rendite steht im Vordergrund."

Wesentlich sei, maximalen Service zu bieten. Es gereiche den Patienten sicherlich nicht zum Nachteil, mehrere Fachärzte an einem Ort zu haben oder die Öffnungszeiten zu verbessern, wies der Gesundheitssprecher auf die Vorteile des Gesetzes. "Wir sanieren damit auch ein EUGH-Urteil und schaffen eine einheitliche Bedarfsprüfung für Gruppenpraxen und Institute", so Rasinger abschließend.
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