Ägidius Zsifkovics neuer Eisenstädter Bischof

Wien, 09.07.10 (KAP) Der neue Eisenstädter Bischof heißt Ägidius Johann Zsifkovics. Die amtliche Bekanntgabe der Ernennung durch Papst Benedikt XVI. erfolgte am Freitag um 12 Uhr im Vatikan.

Ägidius Zsifkovics stammt aus der Diözese Eisenstadt und ist Pfarrer in Wulkaprodersdorf. Er wurde am 16. April 1963 in Güssing geboren. Am 29. Juni 1987 wurde er vom damaligen Bischof Stefan Laszlo im Eisenstädter Martinsdom zum Priester. Seit 1. Februar 1999 ist er auch Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz.

Zsifkovics: Zusammenarbeit auf Augenhöhe

Mit dem katholischen Grußwort "Gelobt sei Jesus Christus" in vier Sprachen begrüßte der neue Bischof alle Menschen bei seiner Vorstellung am Freitag in Eisenstadt. Allen voran dankte Zsifkovics seinem Vorgänger, Bischof Paul Iby, "für deine unkomplizierte, offenen und sympathische Art, mit der Du deinen Hirtendienst ausgeübt hast und die Freiheit, die du uns, deinen Mitarbeitern, immer gegeben hast".

Zsifkovics dankte auch allen Priestern, Diakonen, Ordensleuten, Pastoralassistenten, Religionslehrern und den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Diözesen, den Dekanaten und Pfarreien sowie allen Gläubigen für den treuen Dienst "in dieser für Glaube und Kirche so herausfordernden Zeit". Als langjähriger Pfarrer wisse er "von meiner 'täglichen Arbeit an der Basis', wie unentbehrlich diese Dienste für den Aufbau von Kirche sind und welch kostbares Geschenk uns das Zweite Vatikanische Konzil damit gegeben hat."

Er freue sich auf die "Zusammenarbeit mit allen auf Augenhöhe und im Geist der Communio, erbitte mir ihre Mitarbeit, einen Vertrauensvorschuss und ihr Gebet", erklärte der neue Bischof. Seine besondere Aufmerksamkeit und Wegbegleitung gelte seinen ersten Mitarbeitern, den Mitbrüdern im priesterlichen Dienst sowie der Sorge um neue geistliche Berufe.

Vertreter der Politik, Kunst, Kultur und Medien rief Zsifkovics auf, "dem Gemeinwohl zu dienen und immer das Gute und Verbindende über alle parteipolitischen und ideologischen Grenzen hinweg stets zu fördern".

Einen Gruß "von Herzen" schickte Zsifkovics auch an die "Schwestern und Brüdern im Glauben" - die evangelischen Christen AB und HB -sowie alle Mitglieder anderer Konfessionen und Religionsgemeinschaften, hier vor allem der jüdischen. Er freue sich "auf eine gute Zusammenarbeit in bewährter pannonischer Art, wo das Gemeinsame vor das Trennende gestellt wird, zum Wohl der uns anvertrauten Menschen".

"Zusammenleben der Volksgruppen Modellcharakter"

Schließlich schickte Zsifkovics noch Grüße in der jeweiligen Sprache an die kroatische und die ungarische Volksgruppe sowie die Volksgruppe der Roma: "Das Zusammenleben der Volksgruppen in unserem Land ist Modellcharakter für andere in unserer Heimat. Bewahren wir diesen kostbaren Schatz und bauen wir ihn zum Wohle aller aus", appellierte der neue Bischof.

Mit seiner Ernennung gebe das kroatische Volk bereits den zweiten Diözesanbischof, erklärte Zsifkovics in seiner Muttersprache an die kroatische Volksgruppe gewandt. Das sei auch Zeichen dafür, "dass der Glaube in unserem Volk lebendig ist, und das unser Volk unsere Ortskirche bedeutend bereichert. Das ist nicht nur eine große Freude und Auszeichnung für unser Volk, sondern auch Verpflichtung und Herausforderung."

Iby zum Apostolischen Administrator ernannt

Bischof Paul Iby hat in einer ersten Stellungnhame Msgr. Zsifkovics zu seiner Ernennung gratuliert. Es sei für diesen "der Beginn einer neuen, nicht leichten, Aufgabe". Es solle Bischof Zsifkovics "volle Freiheit für sein Wirken zugebilligt werden".

Gleichzeitig mit der Ernennung des neuen Bischofs hat Papst Benedikt XVI. bestimmt, dass für die Zeit der Sedisvakanz (= Zeitraum ab der Ernennung bis zur Besitzergreifung der Diözese) Bischof Paul Iby zum Apostolischen Administrator ernannt wird. Nach der Amtseinführung seines Nachfolgers Zsifkovics wird Iby zum emeritierten Bischof der Diözese Eisenstadt.

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