Umweltzonen - SP-Valentin an Grüne: "Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht"

Wien (OTS/SPW-K) - "Die Stadt Wien bekennt sich klar und seit
langem zum Umwelt- und Klimaschutz und zur Reduktion der Feinstaubbelastung. Wichtig ist bei solchen Maßnahmen aber auch, nicht auf die Lebenssituation der Wienerinnen und Wiener zu vergessen. Denn im konkreten bedeutet die Forderung der Grünen, dass jene Menschen die in den Bezirken innerhalb des Gürtels sowie im 2. und 20. Bezirk wohnen und ein älteres Auto besitzen, dieses nicht mehr verwenden dürfen oder sich ein neues kaufen müssen. Daher gilt:
gut gemeint, aber schlecht gemacht", erklärt heute, Freitag, der Vorsitzende des Umweltausschusses, SPÖ-Gemeinderat Erich Valentin in einer Reaktion auf die Grüne Forderung nach Umweltzonen.

Zudem beschränken sich die Wiener Grünen einmal mehr allein auf den Autoverkehr und sehen als einzige Lösung Fahrverbote, so Valentin. Die Stadt Wien hingegen setze für die Vermeidung und Reduktion der Feinstaubbelastung in vielen Bereichen Maßnahmen. "So gilt in Wien seit mehreren Jahren bereits Tempo 50, und Tempo 80 auf den Autobahnen, daneben wird das öffentliche Verkehrsnetz permanent ausgebaut. Der Modal-Split in Wien ist vorbildlich - so sind bereits über 2/3 der Wienerinnen und Wiener öffentlich, mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs und nur ein Drittel mit dem PKW. Allein Wiens U-Bahn-Netz spart 50 Tonnen Feinstaub jährlich. Wien fördert zudem Erdgasautos und Erdgastaxis, die keinen Feinstaub emittieren, und nun auch E-Bikes, die dazu beitragen sollen, dass noch mehr Leute das Auto stehen lassen oder aufs umweltfreundliche Auto umsteigen". Der Ausbau der Fernwärme oder die Förderung von Alternativenergien stellen wichtige weitere Maßnahmen dar. Auch im Bereich des Wohnbaus trage Wien etwa durch die thermisch-energetische Wohnhaussanierung oder ökologische Baustellenabwicklung wie beim Projekt RUMBA (Richtlinien für umweltfreundliche Baustellenabwicklung) zur Reduktion von Feinstaub bei, erinnert Valentin.

Mit Unverständnis reagiert der Gemeinderat auf Mareschs offensichtliche Sicherheit, dass durch die Einführung von Umweltzonen die Verlagerung der Emissionen vermieden wird. "Das ist mir schleierhaft, denn Luft kennt bekanntlich keine Grenzen. Zudem wissen wir aus einer Studie der TU Wien, dass Zweidrittel des Feinstaubs in Wien nicht hausgemacht ist, sondern durch Ferntransport nach Wien kommt. Neben den vielen lokalen Maßnahmen, die die Stadt Wien bereits setzt, sind daher auch überregionale notwendig", so Valentin abschließend. (Schluss) lok

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