FSG-Katzian: Vermögenssteuer belastet nicht den Mittelstand!

Zahl der Millionäre steigt, Verteilungsgerechtigkeit ist gefragt

Wien (OTS/FSG) - "Der Freude darüber, dass sich ÖVP-Kaltenegger heute für ein faires, ehrliches Steuersystem ausspricht, wird schnell getrübt durch die Halbwahrheiten, die er im selben Interview verbreitet: Mit einer Vermögenssteuer, wie die FSG (Fraktion sozialdemokratischer GewerkschafterInnen) sie fordert, ist keine Besteuerung des breiten Mittelstandes geplant. Es geht natürlich nicht darum, jedes Haus, jede Wohnung und jedes Sparbuch zu belasten, wie Kaltenegger es formuliert", stellt FSG-Vorsitzender Wolfgang Katzian richtig. Es gehe darum, endlich einen solidarischen Beitrag zur Bewältigung der Krise von jenen zu fordern, die von ihr bis jetzt in erster Linie profitiert hätten: "Da sprechen wir nicht vom Mittelstand, sondern von Besitzern großer Vermögen", erinnert Katzian daran, dass die Zahl der Millionäre in Österreich seit dem Jahr 2007 von rund 35.600 auf knapp 39.000 angestiegen ist: "Die wird der Herr Kaltenegger ja hoffentlich nicht meinen, wenn er vom Mittelstand spricht?"

"Vermögen sind in Österreich extrem ungleich verteilt. Das oberste Prozent der Bevölkerung verfügt über 33,7 Prozent des Gesamtvermögens, die obersten zwei bis zehn Prozent über weitere 34,5 Prozent. Somit verfügen zehn Prozent der ÖsterreicherInnen über mehr als zwei Drittel der Geldvermögen, Immobilien und Beteiligungen", so Katzian weiter. Die Sorge des ÖVP-Generalsekretärs, dass Häuslbauer durch eine Vermögenssteuer belastet würden, könne man durch einen großzügigen Freibetrag völlig entkräften. "Das Argument, dass die Administration einer Vermögenssteuer so schwierig ist, geht auch ins Leere. In OECD-Ländern wie der Schweiz, Frankreich oder Norwegen gibt es sie seit Jahren", appelliert Katzian abschließend an die ÖVP, zur Bewältigung der zentralen Herausforderung, das Budget zu sanieren und gleichzeitig mehr Verteilungsgerechtigkeit zu schaffen, mehr als Lippenbekenntnisse beizutragen.

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