Pensionistenverband Vorarlberg fordert zukunftsfesten Generationenvertrag

Obleutekonferenz unterbreitet Vorschläge zur Stärkung des Zusammenhalts zwischen Alt und Jung

Wien (OTS) - Am Freitag Vormittag verabschiedete der Pensionistenverband Vorarlberg auf seiner Obleutekonferenz einstimmig die Resolution mit dem Titel "Zukunftsfester Generationenvertrag anstatt Entsolidarisierung der Generationen". Den Kern des Forderungspapiers bilden fünf Vorschläge, die vom unbedingten Einstehen für die staatliche Alterssicherung für die jüngere Generation, bis hin zur Finanzierung der Sozialsicherungssysteme reichen. ****

PVÖ-Landesvorsitzender Erich De Gaspari geht es vor allem darum, dass junge Menschen im Alter eine staatliche Pension erhalten, von der sie auch leben können. Darum müssen wir uns jetzt in Dialog mit den Generationen begeben, Ideen ausarbeiten und umsetzen. Dazu soll die Forderung, den Seniorenrat als fünften Sozialpartner anzuerkennen, wesentlich helfen.

Vor rund 80 Delegierten, unter anderem auch Bundesverbandssekretär BR Reinhard Todt, erklärte Landesvorsitzender Erich De Gaspari, dass das Umlageverfahren ein "unübertroffen gutes Modell zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung" ist. Das Pensionssystem selbst müsse jedoch, so der Landesvorsitzende, laufend an die Lebenssituationen angepasst werden. "Daher haben wir uns Gedanken gemacht, und schicken der Politik den Appell, für die Jungen Modelle zu schaffen, die es ihnen ermöglichen, eine Alterspension ohne massiven und teuren Zukauf von Beitragszeiten zu erwerben", so De Gaspari.

Gleichzeitig warnte er vor eindimensionalen Änderungen im Pensionssystem, wie die schlichte Erhöhung des Pensionsantrittsalter, so wie kürzlich von der EU-Kommission gefordert. Diese führen nur zu einer Umverteilung innerhalb der sozialen Sicherungssysteme. "Wenn es keine altersgerechten Arbeitsplätze gibt, werden mehr Ältere in die Arbeitslosigkeit gedrängt", so De Gaspari. Er fordert von Politik und Wirtschaft die rasche Entwicklung und Umsetzung von Konzepten unter anderem in den Bereichen "Experience Rating" und Gesundheitsförderung.

Auf der Ebene der Finanzierung sind nun "endlich Nägel mit Köpfen zu machen". "Wir werden nicht umhin kommen, neben den Abgaben der Lohnarbeit, auch gewinn- und vermögensbezogene Abgaben für die Sozialsicherungssysteme heranzuziehen", so De Gaspari.

Ein Auseinanderdividieren der Generationen kommt für ihn niemals in Frage. Auch dürfen die Systeme der sozialen Sicherung nicht den Akteuren und Risiken der Finanzmärkte ausgeliefert werden. "Der Pensionistenverband wird zukünftig verstärkt Position in den Pensions- und Sozialdiskussionen beziehen", kündigte De Gasapari abschließend an. (Schluss) sm

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Pensionistenverband Vorarlberg Landesvorsitzender Erich De Gaspari, vorarlberg@pvoe.at, Tel.: 05574/45995 oder Mobil: 0664/2406563

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