10. Juli 1985: Anschlag auf Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior

25 Jahre danach bauen die Umweltschützer ein neues Flagschiff

Danzig/Wien (OTS) - Vor 25 Jahren wurde das erste
Greenpeace-Schiff, die Rainbow Warrior durch zwei Bomben des französischen Geheimdiensts versenkt. Dabei kam Fernando Pereira, der spanische Fotograf und zweifacher Familienvater, ums Leben. Zum 25. Jahrestag am 10. Juli begeht Greenpeace in Danzig nun die Kiellegung des neuen Flagschiffs, der Rainbow Warrior III. Sie wurde speziell für den Kampf gegen Umweltverbrechen auf den Weltmeeren konzipiert und setzt in Sachen Umwelttechnologie im Schiffsbau neue Maßstäbe.

"Als die Rainbow Warrior I versenkt wurde, war die Bedrohung durch einen Atomkrieg unsere größte Sorge. Damals wurde über den Klimawandel noch nicht gesprochen. Heute hingegen ist klar, dass bereits hunderttausende Menschen an den Folgen der Klimaerwärmung sterben", sagt Kumi Naidoo, Geschäftsführer von Greenpeace International. "Die neue Rainbow Warrior III wird in unseren Kampagnen gegen die katastrophalen Folgen des Klimawandels eine tragende Rolle spielen."

Die Rainbow Warrior III ist das erste Schiff, das speziell für die Anforderungen der Umweltschützer gebaut wird. Es ist zum einen eine moderne Kommunikationszentrale, um der Welt stetig Zugang zu aktuellen Bildern und Berichten von Umweltverbrechen zu gewährleisten. Zum anderen wird das Schiff mit der derzeit umweltfreundlichsten Technik ausgerüstet. Es ist so konstruiert, dass es hauptsächlich segeln kann. Nur bei ungünstigen Wetterbedingungen sollen verbrauchsarme Dieselmotoren das Schiff auf hoher See antreiben. Der Mast im A-Rahmen-Design und die Segel sind auf höchste Effizienz ausgerichtet. Die Abwärme des Motors wird das Brauchwasser erhitzen und den Motor vorwärmen. Mit speziellen Kränen macht es den schnellen Einsatz von Schlauchbooten möglich. Der Bau des Schiffes wird Greenpeace rund 23 Millionen Euro kosten. Das Schiff soll Ende 2011 in Amsterdam vom Stapel laufen und seinen internationalen Einsatz zum Schutz der Ozeane und des Klimas aufnehmen.

"Die Rainbow Warrior ist und bleibt weltweit ein Synonym für Greenpeace. Sie wird auch in Zukunft als unser wichtigstes Kampagnenschiff Umweltverbrechen an Land und auf Hoher See aufdecken und gleichzeitig als 'grünstes' Vorzeigeschiff der Welt zukunftsweisende Maßstäbe setzen. Ich bin mir sicher, dass auch Fernando Pereira darauf sehr stolz wäre", ist Greenpeace-Meeresbiologin Antje Helms überzeugt

Vertiefende Informationen unter:
http://www.greenpeace.at/die_rainbow_warrior.html

Begleitendes Fotomaterial (insgesamt 48 ausgesuchte Bilder zur Ansicht) unter: www.greenpeace.at/rw-images

Bilder zur neuen Rainbow Warrior III unter:
http://www.ots.at/redirect/Rainbow_Warrior_III

Interviewpartner:
Antje Helms, Meeresbiologin Greenpeace Österreich
Peter Willcox, ehem. Kapitän der Rainbow Warrior
Hans von Rooij, Projektleiter für den Neubau der Rainbow Warrior III

Rückfragen & Kontakt:

Philipp Strom, Pressesprecher Greenpeace, Tel.: 0664-6126721

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