Bausparen im Aufwind

Raiffeisen Bausparkasse übernimmt Vorsitz im Arbeitsforum österreichischer Bausparkassen

Wien (OTS) - Im turnusmäßigen Wechsel übernahm die Raiffeisen Bausparkasse von
der Bausparkasse Wüstenrot den Vorsitz im Arbeitsforum österreichischer Bausparkassen (AÖB). Das AÖB ist eine gemeinsame Plattform der vier Bausparkassen mit der Aufgabe, die Weiterentwicklung des Bausparsystems voranzutreiben,
Ansprechpartner für gesetzliche Regelungen zu sein und an Aktivitäten der nationalen und internationalen Organisationen teilzunehmen.

Kräftige Zuwächse im ersten Halbjahr 2010

Eine ausgezeichnete Geschäftsentwicklung verzeichneten die Bausparkassen im ersten Halbjahr 2010. "Man kann von einem deutlichen Trend zum Bausparen sprechen", zieht Dr. Erich Rainbacher, Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse und Vorsitzender des Arbeitsforums österreichischer Bausparkassen ein erfreuliches Resümee. So wurde bei den Neuabschlüssen mit 496.322 Verträgen ein Plus von 5,7 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erreicht, was einen Rekordwert darstellt. Im 6-Jahres-
Vergleich, der dem Sparrhythmus des Bausparens entspricht, konnte sogar ein Plus von 19 % erzielt werden. Dieses Ergebnis zeigt, dass Bausparen in der Gunst der Österreicher heuer sogar noch höher liegt als im Rekordjahr 2009.

Auch die Nachfrage nach dem Baugeld der Bausparkassen hat sich belebt: 1,4 Milliarden Euro, um 3,3 % mehr als zum 30.6.2009, wurden an Finanzierungsleistung für den Wohnbau zur Verfügung gestellt. Damit konnten kräftige Impulse an den Wohnbau gegeben und zur Sicherung Tausender Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft und in den Baunebengewerben beigetragen werden. Damit leisten die Bausparkassen einen aktiven Beitrag, dass der Wohnbau hierzulande stabiler ist als dies im europäischen Vergleich der Fall ist.

Bausparkassen erwarten für 2010 ein Top-Ergebnis

Die Sparfreudigkeit der Österreicher schlug sich in den ersten sechs Monaten in gestiegenen Einlagen nieder: Sie kletterten um 4,5 % auf 18,3 Milliarden Euro, die Ausleihungen um 3 % auf fast 17,1 Milliarden Euro. "Die Zahlen des ersten Halbjahres lassen für 2010 ein sehr gutes Ergebnis erwarten", zieht Rainbacher erfreut die Halbjahresbilanz.

Für Neuauflage des Sanierungsschecks

Die Bausparkassen sprechen sich für eine Neuauflage des 2009 im Rahmen des Konjunkturpakets II erfolgreich von ihnen abgewickelten Sanierungsschecks aus. "Die Regierung hat bereits angekündigt, in den nächsten Jahren jeweils 100 Millionen Euro in die thermische Sanierung zu investieren, darauf sollte bei der Budget-Erstellung nicht vergessen werden", mahnt Rainbacher ein. Er betont, dass die Bausparkassen organisatorisch bestens dafür gerüstet wären, die Annahme der Anträge auf heuer vorzuziehen, um im nächsten Jahr eine zügige Auszahlung der Sanierungsschecks zu ermöglichen. Dass großes Interesse an dieser Förderaktion gegeben ist, zeigen die 15.300 Anträge des Vorjahres, die den Fördertopf innerhalb weniger Wochen leerten. "Der Sanierungsscheck ist ein Erfolgsmodell, von dem alle profitieren und bei dem der Staat de facto mehr einnimmt als er ausgibt. So standen im Vorjahr Ausgaben von knapp über 60 Millionen Euro Steuereinnahmen von 100 Millionen Euro gegenüber. Darüber hinaus wurde damit ein Investitionsvolumen für die Bauwirtschaft von 500 Millionen Euro ausgelöst", weist der Vorsitzende des AÖB auf die günstige Kosten-Nutzen-Relation hin. Nicht nur aus ökonomischer Sicht, sondern auch aus arbeitsmarkt- und umweltpolitischen
Gründen sei es daher ein Gebot der Vernunft, die Förderaktion rasch wieder aufzunehmen. "Thermische Sanierung bedeutet, Wertschöpfung im eigenen Land zu generieren und die heimische Wirtschaft zu stärken. Das ist weitaus nachhaltiger und intelligenter als Zertifikate zu kaufen und Pönalen bei Nichterreichen der Klimaziele an das Ausland zu zahlen", betont Rainbacher.

Bausparen spielt seine Stärken aus

Seit Ausbruch der "Finanzkrise" boomt Bausparen wieder. Das sichere, transparente und ertragreiche Bausparen wird stark nachgefragt. Während zahlreiche Anleger durch den Absturz der Aktienbörsen Verluste realisieren mussten, konnten sich die Bausparer ihrer Einlagen sicher sein und sogar attraktive Renditen erzielen. Dass die Österreicher mehr denn je dem Bausparen vertrauen, zeigt auch das aktuelle GFK-Stimmungsbarometer, das ein eindeutiges Hoch fürs Bausparen signalisiert: Mit 50 % Zustimmung wird Bausparen als interessanteste Sparform bewertet, es liegt damit klar vor dem Sparbuch (46 %) auf dem Spitzenplatz. "Die Krise demonstrierte eindrucksvoll, dass sich bei der Finanzierung und bei der Veranlagung von Ersparnissen konservative Prinzipien auf
Dauer auszahlen. In den nächsten Jahren wird weiterhin das Thema Sicherheit die Einstellung der Menschen dominieren", rechnet Rainbacher mit einer anhaltend lebhaften Nachfrage nach Bausparen.

Auch der Staat profitiert vom Bausparen

Die von 5,5 Millionen Österreichern genutzte Spar- und Finanzierungsform bringt aber nicht nur Sparern und Bauherren Vorteile, sondern auch dem Staat, der von der Hebelwirkung des Bausparsystems profitiert. So fließt das 21-fache der vom Staat bereitgestellten Bausparförderung in den Wohnbau, darüber hinaus nimmt die öffentliche Hand durch Steuern das Neunfache dessen ein, was sie an Bausparförderung ausgibt.

Geschäftsentwicklung zum 30.6.2010

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