Mölzer: EU muss aufhören, das Anhängsel der USA zu spielen

Zuerst knickt Brüssel beim SWIFT-Abkommen ein und nun herrscht Schweigen der EU-Spitze zu Obamas Lobbying für den Türkei-Beitritt

Wien (OTS) - Die Europäische Union dürfe den Forderungen der USA nicht weiter nachgeben und müsse stattdessen endlich ihre eigenen Interessen vertreten, erklärte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Zuerst ist die EU beim SWIFT-Abkommen eingeknickt und wird künftig wahllos die Bankdaten unbescholtener Bürger an die US-Geheimdienste übermitteln und nun drängt US-Präsident Barack Obama erneut auf einen Beitritt der Türkei", so Mölzer weiter.

Wenn Obama den Anwalt Ankaras spiele, dann komme dies, so der freiheitliche EU-Mandatar, einer unverhohlenen Einmischung in innereuropäische Angelegenheiten gleich. "Wen die EU aufnimmt ist alleine ihre Sache. Und die massiven Vorbehalte gegen eine Mitgliedschaft Ankaras haben ihre Gründe: Schließlich ist die Türkei kulturhistorisch im Morgenland verhaftet und daher kein Teil der europäischen Familie, auch wenn das im Weißen Haus in Washington anders gesehen wird", betonte Mölzer.

Daher forderte der freiheitliche Europa-Abgeordnete die EU-Spitze auf, Obamas Einmischung in innereuropäische Angelegenheiten entschieden zurückzuweisen. "Solange nämlich eine außereuropäische Macht, und zwar die USA, die Marschrichtung in Brüssel vorgibt, braucht sich die EU nicht zu wundern, wenn sie in der Welt als politischer Zwerg oder als verlängerter Arm Washingtons wahrgenommen wird", schloss Mölzer.

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