ÖAMTC-Halbjahresvergleich der Kfz-Neuzulassungen: Sparsame Autos weiter auf dem Vormarsch

Sieben von zehn Neuwagen aus der Klein- und Kompaktklasse

Wien (OTS) - Die Österreicher bleiben beim Neuwagenkauf dem Trend zum sparsamen Auto treu. Das zeigen die Kfz-Neuzulassungen im bisherigen Vergleich 2009/2010. Das Kleinwagensegment hält bei den Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2010 bei einem Marktanteil von rund 37 Prozent. Der Marktanteil der Kompaktklasse-Fahrzeuge beträgt rund 31 Prozent. "Damit kommen fast sieben von zehn Neuwagen aus diesen beiden Segmenten", sagt ÖAMTC-Techniker Thomas Stix. Nach heute veröffentlichten Zahlen wurden von Jänner bis Juni 2010 insgesamt 169.675 Pkw neu zugelassen, das entspricht einer Zunahme um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Quelle: Statistik Austria).

Einige Fahrzeugsegmente weisen laut ÖAMTC gegenüber dem Vorjahr ein deutliches Wachstum auf:

  • Der Verkauf von kleinen und damit schadstoffarmen SUV hat um 27 Prozent zugelegt. Zu dieser Gruppe zählen z. B. VW Tiguan, BMW X1 und Nissan Qashqai.
  • Bei den Family-Vans (z. B. Renault Scenic, Citroen C4 Opel Zafira, VW Touran) sind im Jahresvergleich rund 22 Prozent mehr Neuwagen zugelassen worden.
  • Abgenommen hat im Vergleich zum Vorjahr das Interesse bei Sportwagen (- 20 Prozent). Auch die großen SUV haben verloren und verzeichnen ein Minus über sechs Prozent.
  • Die Oberklasse verzeichnet ein Plus von rund 20 Prozent (u. a. Mercedes E-Klasse, Skoda Superb, BMW 5-er). "Der Marktanteil dieser Klasse an den gesamten Neuzulassungen beträgt nur rund 2,6 Prozent. Die absoluten Zahlen sind also eher gering. Bis dato sind es rund 700 Oberklasse-Wagen mehr als im Vorjahr", erklärt Stix. Dass es überhaupt wieder eine Zunahme im Oberklasse-Segment gibt, führt der ÖAMTC-Techniker darauf zurück, dass nach dem Krise-Tief im Vorjahr wieder mehr Fuhrpark-Fahrzeuge bestellt werden.

Trend fördern und Steuersystem aufkommensneutral ökologisieren

Die Zulassungszahlen belegen es - die Österreicher kaufen definitiv umweltbewusst. Diese erfreuliche Entwicklung gilt es aus ÖAMTC-Sicht auch von staatlicher Seite zu fördern, beispielsweise durch eine aufkommensneutrale Ökologisierung des Steuersystems. Der Club-Vorschlag: Eine Reform der motorbezogenen Versicherungssteuer (Kraftfahrzeugsteuer) sowie eine stärkere Spreizung und Vereinfachung der Normverbrauchsabgabe (NoVA). Mittelfristig schlägt der Club eine gänzliche Abschaffung der NoVA vor.

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