FPÖ-Kitzmüller: Patchwork-Familien bergen unverhältnismäßiges Gewaltrisiko für Kinder

Studien zeigen, dass leibliche Väter sehr selten unter den Tätern sind

Wien (OTS) - Verschiedene Studien zeigen, dass leibliche Väter im Vergleich mit sogenannten sozialen Vätern nur sehr gering für Gewalt und Kindesmissbrauch verantwortlich sind. FPÖ-Familiensprecherin NAbg. Anneliese Kitzmüller greift diese Untersuchungen auf und richtet nun parlamentarische Anfragen an Frauenministerin Heinisch-Hosek, Justizministerin Bandion-Ortner sowie den für Familien zuständigen Wirtschaftsminister Mitterlehner. "Ich möchte wissen, ob diese internationalen Erfahrungswerte auch für Österreich wissenschaftlich belegt sind bzw. ob beabsichtigt ist, derartige Untersuchungen durchzuführen", so Kitzmüller.

Hintergrund ist die immer wieder - vor allem von der Frauenministerin - dumpf in den Raum gestellte Behauptung, Familien seien ein Hort der Gewalt und diese familiäre Gewalt sei typischerweise männlich. "Dieses Vorurteil richtet sich klassisch gegen die leiblichen Väter von Kindern, die aber zahlreichen Untersuchungen zufolge am wenigsten an Gewalt und sexuellem Missbrauch beteiligt sind", erklärt Kitzmüller.

Die Familiensprecherin nennt als Beispiel die Veröffentlichung von Dr. Dirk Bange aus Hamburg mit dem Titel "Die dunkle Seite der Kindheit", in der es heißt, dass jedes sechste Mädchen, das einen Stiefvater hat, von diesem vor dem 14. Lebensjahr sexuell missbraucht wurde, während dieses Leid "nur" jedem fünfzigsten Mädchen von ihrem leiblichen Vater zugefügt wurde. In Finnland gaben fast vier Prozent der befragten 15jährigen Mädchen an, vom Stiefvater missbraucht worden zu sein, während 0,2 Prozent den leiblichen Vater beschuldigten.

"Ich gehe davon aus, dass die Zahlen in Österreich - sofern erhoben -nicht viel anders aussehen", so Kitzmüller. Daraus sei zu schließen, dass nicht Familien an sich ein Hort der Gewalt seien, sondern insbesondere die von links-fortschrittlichen Kreisen so gepriesenen Patchwork-Familien. "Auch daraus folgt klar, dass die verpflichtende gemeinsame Obsorge beider Elternteile nach einer Trennung ein Muss ist", so die Familiensprecherin.

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