Prof. Ludl bedauert "Nein" zu einem neuen modernen Hausbesorgergesetz

Verbandsobmann der Wiener Gemeinnützigen Wohnbauvereinigungen für klare gesetzliche Regelungen. Wahlfreiheit als Voraussetzung. Wiener Weg wird ausdrücklich begrüßt.

Wien (OTS) - Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz der Sozialbau betonte Prof. Dr. Herbert Ludl sein Bedauern, dass es laut aktuellen Aussagen und Berichten zu keiner neuen bundesgesetzlichen Lösung für HausbesorgerInnen kommen wird. "Eine klare gesetzliche Regelung, die den heutigen, modernen Anforderungen entspricht, wäre jedenfalls begrüßenswert. Unter der Voraussetzung, dass die Wahlfreiheit gegeben ist, könnte damit auch tatsächlich wieder zwischen neuen Hausbesorgerinnen und Hausbesorgern, Hausbetreuungen und Reinigungsdiensten gewählt werden", erklärte Ludl. Er begründet das unter anderem auch damit, dass zunehmend von BewohnerInnen direkte AnsprechpartnerInnen, die in der Wohnhausanlage vor Ort sind, gewünscht werden. So habe die Sozialbau unter anderem mit sogenannten NachbarschaftsmanagerInnen äußerst positive Erfahrungen gemacht. Viele würden sich ein Komplettangebot aus einer Hand wünschen. "Letztlich ist es eine Frage der transparenten Regelung, des klar auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittenen Angebots und der leistungsgerechten Entlohnung. Diese Möglichkeiten könnten durch die Schaffung einer neuen gesetzlichen Regelung in der Person der Hausbesorgerin Neu bzw. des Hausbesorgers Neu zusammengefasst und angeboten werden. Verbunden mit der Wahlmöglichkeit wäre damit, wenn es in Wohnhäusern gewünscht ist, die Realisierung eines Leistungsangebots aus einer Hand - mit klaren rechtlichen Bestimmungen - gegeben", so Ludl.

Der Verbandsobmann der Gemeinnützigen Wohnbauvereinigungen Wiens begrüßte ausdrücklich den Schritt der Stadt Wien, bis Herbst ein Wiener Modell als Alternative zu einem derzeit anscheinend nicht realisierbaren, bundesweiten Hausbesorgergesetz auf Schiene zu bringen. "Wir werden uns mit großem Interesse das Angebot des von Vizebürgermeister Michael Ludwig als Wiener Weg beschriebenen Modells ansehen. Eine Realisierung dieses Angebots wäre, wenn es tatsächlich zu keiner neuen bundesgesetzlichen Regelung kommen sollte, auch in Projekten der Gemeinnützigen Wohnbauvereinigungen vorstellbar." Dies sei, erklärte Ludl weiter, unter der vorgesehenen Wahlmöglichkeit selbstverständlich von Wohnhausanlage zu Wohnhausanlage zu entscheiden.

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