FPÖ-Kitzmüller kritisiert Freispruch der Sozialarbeiterin im Fall Luca

Behörde darf nicht einfach aus Verantwortung entlassen werden

Wien (OTS) - FPÖ-Familiensprecherin NAbg. Anneliese Kitzmüller kritisiert den Freispruch der für die Betreuung des Tiroler Babys Luca zuständigen Sozialarbeiterin vor dem Innsbrucker Oberlandesgericht. "Dieser Freispruch ist ein völlig falsches Signal in die Richtung, dass sich die zuständige Behörde jederzeit der Verantwortung für die Kinder entledigen kann", so Kitzmüller. Die Freude des zuständigen Tiroler Soziallandesrats Reheis darüber sei geradezu zynisch. "Wenn er darüber spricht, dass durch dieses Urteil Rechtssicherheit für die Sozialarbeiter hergestellt sei, dann muss ich mich fragen, wo im Gegensatz dazu die Sicherheit der Kinder bleibt, die aus guten Gründen vor jenen Menschen geschützt werden müssen, in deren Obhut sie sich befinden", erklärt Kitzmüller.

Der Freispruch gelte in diesem Fall nämlich nicht nur für die direkt betroffene Sozialarbeiterin, sondern für die gesamt Jugendwohlfahrt und auch die politisch Verantwortlichen. "Wenn in diesem Amt keine ausreichende Kompetenz vorhanden ist, um in einem solchen Fall, bei dem die Anzeichen von körperlicher Misshandlung lange vor dem gewaltsamen Tod des Babys sichtbar waren, die richtigen Maßnahmen zu setzen, dann ist das ein Skandal", so Kitzmüller. Sie hoffe nun, dass man trotz des Freispruchs die richtigen Schlüsse ziehe und Vorkehrungen treffe, damit sich solche Tragödien nicht wiederholen können.

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