"Elektronischer Einschreibbrief": Post im Internet sicher empfangen und versenden jetzt möglich

Erster elektronischer Zustelldienst, der den Zustellkopf der WKÖ nutzt, nahm den Betrieb auf - WKÖ-Höllinger: "Besonders sicheres, standardisiertes, aber offenes System"

Wien (OTS/PWK564) - Der Startschuss für den ersten
elektronischen Zustelldienst, der auf den von WKÖ und AUSTRIAPRO entwickelten sogenannten "Zustellkopf" setzt, ist gefallen: Das Web-Angebot www.postserver.at ermöglicht ab sofort die gesicherte Übermittlung von elektronischen Daten. "Damit können erstmals im privaten Bereich ?elektronische Einschreibbriefe? versendet werden. Das heißt, es ist jedem Internet-User möglich, Dokumente im Internet sicher und nachweislich zu empfangen und zu versenden", zeigt sich Herwig Höllinger, Generalsekretär-Stv. der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), erfreut.

Die Vorteile, die die sichere E-Zustellung zu bieten hat, sind vielfältig:
- Durch den Versand über E-Zustellungsanbieter kann die - für zeitkritischen Geschäftsverkehr notwendige - rechtzeitige Übermittlung eindeutig und - besonders wichtig: rechtsgültig -nachgewiesen werden. "Die Verständigung darüber, dass im E-Postfach ein neues Dokument wartet sowie eine bei Abholung garantierte Empfangsbestätigung sind genauso wesentliche wie nützliche Merkmale des elektronischen Einschreibbriefs", unterstreicht Höllinger.
Eine kurze Präsentation des E-Zustellungsanbieters www.postserver.at findet sich auf der Webseite auch: http://2big.at/3eq
- Die Privatsphäre ist beim elektronischen Einschreibbrief - im Gegensatz zum herkömmlichen E-Mail - auch technisch geschützt. Der Zugriff auf das elektronische Postfach ist für jede registrierte Benutzerin und für jeden registrierten Benutzer über das Internet möglich. Es gibt derzeit zwei Möglichkeiten der Überprüfung der User-Identität: die eindeutige Authentifizierung mit Bürgerkarte sowie die Authentifizierung per E-Mail.
- Das elektronische Postfach ist frei von Spam-Mails.
- Die Kosten für das Versenden eines elektronischen Einschreibbriefes liegen deutlich unter jenen für den Postversand. Wie bei der "herkömmlichen" Post fallen selbstverständlich auch beim Empfang von elektronischen Einschreibbriefen keine Kosten an. Die Benachrichtigung über neue Poststücke erfolgt via E-Mail an eine zuvor festgelegte Adresse.
- Dokumente können frei von Medienbrüchen weiterbearbeitet und elektronisch gespeichert werden.

"Mit der Möglichkeit der sicheren E-Zustellung nimmt Österreich europaweit eine Vorreiterrolle ein. Unser System ist besonders sicher, standardisiert und klar definiert, ist aber ein technisch offenes System. Die WKÖ leistet mit der Bereitstellung des Zustellkopfes einen wichtigen Beitrag zur Digitalen Agenda (http://is.gd/disT6) für intelligentes Wachstum, die von der EU-Kommission kürzlich präsentiert wurde", unterstreicht Höllinger. "Dabei ist Österreich mit seinem bereits laufenden System Deutschland um eine Nasenlänge voraus", verweist er auf aktuelle Entwicklungen in unserem Nachbarland rund um das Thema E-Zustellung. Dort stehen mit dem E-Brief-Angebot der Post und De-Mail zwei konkurrierende Systeme vor der Markteinführung.

Vor diesem Hintergrund lädt die WKÖ interessierte IT-Dienstleister zur Verwendung des Zustellkopfes ein: "Unternehmen, die diesen offenen technischen Standard nutzen und einen Zustelldienst für den elektronischen Einschreibbrief anbieten wollen, können sich direkt an das E-Center der WKÖ, E-Mail: ecenter@wko.at, Tel. 05 90 900-4203, wenden.

Österreichische Unternehmen haben den "elektronischen Einschreibbrief" durchaus im Fokus: Für rund 20 Prozent ist das Thema sichere E-Zustellung "sehr wichtig", für 38 Prozent "wichtig". Der WKÖ wird als Initiatorin und Wegbereiterin für die E-Zustellung eine große Rolle zugeschrieben, ergab die WKÖ E-Business Umfrage vom Jänner 2010.

Informationen rund um das Thema E-Zustellung gibt es auf der Webseite www.e-zustellung.at. (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Dr. Gerhard Laga
E-Center
Tel.: 05 90 900-4203
E-Mail: gerhard.laga@wko.at

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