Köstinger: Europa-Parlament gibt Weg für GAP nach 2013 vor

Klares Bekenntnis zum Zwei-Säulen-Modell in der Landwirtschaft

Straßburg (OTS) - "Der heutige EP-Beschluss ist ein starkes Bekenntnis zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und das über alle Parteigrenzen hinweg. Aus über 800 eingebrachten Änderungsanträgen wurden 50 Kompromisse zusammengefasst. Das ist ein 'Ja' zur Fortführung der Agrarinstrumente, der ländlichen Entwicklung und der Direktzahlungen", betont die ÖVP-Agrarsprecherin im Europäischen Parlament (EP), Elisabeth Köstinger, nach der Abstimmung über die ersten Vorschläge zu den Rahmenbedingungen der GAP nach 2013.

"Wir stehen vor großen Herausforderungen in Bezug auf Umwelt und Gesellschaft. Unsere Bäuerinnen und Bauern sichern die Versorgung der europäischen Bevölkerung mit Lebensmitteln und Rohstoffen, sie sind die modernen Energielieferanten und kümmern sich zudem um Umweltschutzbelange. EU-weit sichert die Landwirtschaft direkt und indirekt 30 Mio. Arbeitsplätze", so Köstinger. "Europa braucht seine Bauern und die Bevölkerung will eine sichere landwirtschaftliche Produktion", bekräftigt Köstinger und legt die Zahlen der jüngsten diesbezüglichen Eurostat-Umfrage vom Mai vor. "90% der europäischen Bevölkerung bekennen sich zu einer Gemeinsamen Agrarpolitik und sind der Ansicht, dass die Landwirtschaft für die Zukunft Europas und des ländlichen Raumes lebenswichtig ist. Das ist überwältigend", so die Europa-Parlamentarierin.

"Die Finanzmittel der GAP müssen im nächsten Finanzplanungszeitraum mindestens auf dem Niveau des Haushaltsplans 2013 gehalten werden, um den neuen Herausforderungen begegnen und den Erwartungen der Konsumenten gerecht werden zu können. Die zwei Säulen sind maßgebliche Träger der Agrarlandschaft in Europa und müssen auch weiterhin auf einem starken Fundament stehen: die ersten Säule mit den Direktzahlungen und Marktstützungsmaßnahmen und die zweite Säule mit der Ländlichen Entwicklung", untermauert Köstinger und stellt klar, dass das Zwei-Säulen-Modell mit aller Kraft verteidigt wird. "Gegen extreme Preisschwankungen fordern wir ein Sicherheitsnetz, das flexible und wirksame Marktstützungsmaßnahmen umfasst", so die ÖVP-Agrarexpertin. "Das historische Modell als System der Berechnung von Stützungszahlungen auf der Grundlage einstiger Referenzbeträge soll aber im Laufe des nächsten Finanzplanungszeitraumes schrittweise aufgegeben werden."

"Mit dem heutigen Abstimmungsergebnis gibt das Europäische Parlament den klaren Weg vor. Wir erwarten uns, dass dieses Ergebnis nun auch von der EU-Kommission im Legislativpaket im Herbst Berücksichtigung findet. Parlament und Rat werden dann als gleichberechtigte Partner die Zukunft der Landwirtschaft in Europa verhandeln", so Köstinger.
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