Erneuerbare Energie: EU kann Wettbewerb mit USA und China noch gewinnen

Greenpeace-Szenario zeigt Weg zu 100 Prozent erneuerbarer Energie

Brüssel/Wien (OTS) - Massive Investitionen in erneuerbare Energie könnten Europa helfen, den Energietechnologie-Wettbewerb mit China und den USA zu gewinnen. Dabei würden gleichzeitig die Energieausgaben und CO2-Emissionen verringert und hunderttausende Arbeitsplätze geschaffen. Das zeigt eine heute veröffentlichte Studie, in Auftrag von Greenpeace und dem European Renewable Energy Council (EREC), die vom deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt verfasst wurde.

Das Szenario für die EU zeigt, dass das Streben nach 100 Prozent erneuerbarer Energie einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber China und den Vereinigten Staaten schaffen würde. Derzeit liegen sowohl China als auch die USA bei der Zubaurate von erneuerbaren Energien vor der EU. Diese droht dadurch auch den Technologievorsprung zu verlieren.

Würde jedoch sofort und konsequent in den Ausbau von Wind- oder Sonnenenergie investiert, könnten bis 2050 95 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden. 97 Prozent der Elektrizität und 92 Prozent des Gesamt-Energieverbrauches würden aus erneuerbarer Energie erzeugt werden - ohne Kohle- oder Atomkraft. Selbst unter Berücksichtigung der Investitionskosten würden jährlich 19 Milliarden Euro an Energieausgaben eingespart - Jahr für Jahr bis 2050. "Eine chinesische Solarenergiefirma macht mittlerweile bei der Fussball-WM Werbung - das allein zeigt, dass mit Solarenergie auch wirtschaftliche Erfolge einhergehen", führt Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof aus.

Bereits bis 2020 können über 900.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, bis 2030 sogar 1,2 Millionen. Die Arbeitsplätze, die beim Kohleabbau zum Beispiel verloren gingen, würden also mehr als kompensiert.

"Massive Investitionen in erneuerbare Energie sind nicht nur notwendig für den Klimaschutz, sie sind auch wirtschaftlich vernünftig. Erneuerbare Energie war vor vierzig Jahren ein Traum, jetzt ist sie Realität und in vierzig Jahren sollte sie die Norm sein", erklärt Westerhof. "Daher fordern wir die EU-Kommission dazu auf, eine Kosten-Nutzen-Studie zu einer raschen Umstellung der Energieversorgung auf 100 Prozent erneuerbare Energie erstellen zu lassen", so Westerhof abschließend.

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Jurrien Westerhof, Energiesprecher Greenpeace, +43 664 612 67 01
Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace, +43 664 6126718

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