Dörfler im KURIER-Interview: Die Bevölkerung soll entscheiden

Kärntens Landeshauptmann fühlt sich in Ortstafelfrage nicht zuständig

Wien (OTS) - Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) fühlt sich auch nach der Aufforderung durch Bundespräsident Heinz Fischer bei dessen Angelobung nicht zuständig, die Kärntner Ortstafelfrage zu lösen: "Ständig wird versucht, den Kärntnern den Ball zuzuspielen. Dabei müssen Parlament und Bundesregierung das Problem lösen. Aber wenn mich der Herr Bundespräsident als Bundeskanzler haben will, würde ich eine Lösung versuchen", sagte Dörfler dem KURIER (Freitag-Ausgabe).
Der Landeshauptmann hat dennoch einen Lösungs-Vorschlag: "Ich könnte mir vorstellen, dass das Parlament ein Bundesgesetz macht, das besagt: Wenn sich in einem Ort 15 oder 25 Prozent der Bevölkerung -über den genauen Wert muss man verhandeln - dafür aussprechen, dass es eine zweisprachige Ortstafel gibt, sollte es sie geben. Dabei ist es unerheblich, wie viele Mitglieder der Volksgruppe in dem Ort leben."
Man müsse die Situation der Volksgruppe losgelöst von der Ortstafelfrage sehen: "Jeder weiß, dass ich die Volksgruppe äußerst schätze und wir sehr gut zusammenarbeiten", so Dörfler.

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