Kriminalitätsbekämpfung: Sicherheit gestalten für Österreich

Oberösterreich: Klärung von zahlreichen Straftaten

Wien (OTS) - Der Erfolg gibt der Polizei Recht die österreichische Polizei hat auf die neuen Herausforderungen schnell, flexibel und vor allem erfolgreich reagiert.

Der in der ersten Jahreshälfte 2009 steigenden Kriminalität im Bereich Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Wohnhäuser und der Kfz-Diebstahl wurde unter anderem mit sichtbaren Maßnahmen der SOKO-Ost entgegengewirkt. Auch das vom Bundeskriminalamt ausgearbeitete Maßnahmenpaket mit intensiven Strukturermittlungen und deren konsequente Umsetzung durch die Sicherheitsbehörden zeigt eine deutliche Wirkung. "Wie uns die Zahlen in der neuesten Kriminalstatistik beweisen, greifen die Maßnahmen und Strategien", sagte General Franz Lang, Direktor des Bundeskriminalamts.

Auch ist in einem hohen Maße der Einsatzwille, das Engagement, das Fachwissen und die besondere Teamfähigkeit eines jeden einzelnen Polizisten und Polizistin in den Bundesländern dafür verantwortlich, dass Österreich weiterhin zu den sichersten Ländern der Welt zählt.

Beispielhaft dürfen hier einige Fälle aus dem Bundesland Oberösterreich angeführt werden:

Fall 1: Erfolgreiche Festnahme eines Serienbankräubers in Linz

Ein 47-jähriger Linzer betrat am 14. Mai 2010 mit einer geladenen Gaspistole bewaffnet und mit einer selbstangefertigten schwarzen Stoffmaskierung eine Bank in Linz. Er ergriff zunächst einen am Pult abgelegten Bargeldbetrag und bediente sich anschließend selbst aus der Kassenlade. Danach kletterte er über das Pult, lief aus der Bankstelle und flüchtete zu Fuß. Nach umfassenden Ermittlungen konnte der Verdächtige von Kräften des EKO COBRA am 14. Mai 2010 angehalten werden. Auf Grund seiner unglaubwürdigen Angaben wurde das Landeskriminalamt OÖ zur Überprüfung hinzugezogen.

Bei der weiteren Befragung gab er die Wohnung bekannt, in der er sich aufgehalten hatte. Bei einer freiwillig gestatteten Nachschau in dieser Wohnung konnte die Raubbeute, die Bewaffnung, Maskierung und Bekleidung sichergestellt werden. Weiters wurden 570 Gramm Haschisch vorgefunden und sichergestellt. Im Zuge der Ermittlungen konnte ihm auch der Raubüberfall am 4. Jänner 2010 auf die Raiffeisenfiliale in der Herrenstraße in Linz nachgewiesen werden. Günter Erwin R. legte bei seiner Beschuldigtenvernehmung ein umfassendes Geständnis zu den beiden Banküberfällen auf die Bankstelle Am Dom ab. Als Motiv nannte er seine schlechte finanzielle Lage. Er wurde am 16. Mai 2010 in die Justizanstalt Linz überstellt.

Fall 2: Festnahme eines Serienbankräubers in Lengau, Bezirk Braunau (OÖ)

Am 20. Mai 2010 ein 39-jähriger Salzburger die eine Bank in Lengau. Der Verdächtige trug eine Kapuzenjacke und verwendete eine Schildkappe und Sonnenbrille als Maskierung. Er bedrohte den Angestellten mit einem Gasrevolver und forderte Geld.

Während der Bankangestellte noch Geld in den Beutel packte, verständigte bereits ein Zeuge die BLS Braunau/Inn, dem den Bankräuber bereits beim Betreten der Bank mit seiner Kapuze am Kopf aufgefallen war. Als der Bankräuber vom Bankangestellten den Stoffbeutel mit Eurobanknoten übergeben bekam, waren die Polizeistreifen bereits alarmiert und Richtung Tatort unterwegs.

Der Tatverdächtige flüchtete zu Fuß zu seinem in einer Seitenstraße abgestellten PKW, Audi A4, Silber lackiert, mit Braunauer Kennzeichen und warf die Beute und Maskierung in das Fahrzeug. Anschließend flüchtete er mit dem Fahrzeug in Richtung Lochen, wobei er von einem Zeugen beobachtet werden konnte. Die zum Tatort anfahrenden Streifenbesatzungen der Polizeiinspektionen Friedburg-Lengau und Palting begegneten dem Fluchtfahrzeug und konnten den Tatverdächtigen zur Anhaltung zwingen. Der Tatverdächtige wurde schließlich von den Beamten aufgrund des dringenden Tatverdachtes widerstandslos festgenommen und er wurde anschließend zur PI Friedburg-Lengau gebracht. Im Fahrzeug wurden die Raubbeute und Maskierungsteile sichergestellt, den schwarzen Gasrevolver hatte er noch eingesteckt.

Bei der Einvernahme auf der PI Friedburg-Lengau durch Beamte der Raubgruppe des Landeskriminalamtes gab der Beschuldigte zu, vier weitere Überfälle seit Mai 2009 in Oberösterreich und Salzburg verübt zu haben. Nach weiteren Überprüfungen und Einvernahmen konnten dem Beschuldigten noch drei weitere Banküberfälle in Salzburg zugeordnet werden.

Fall 3: Klärung eines versuchten schweren Raubüberfalles auf ein Lebensmittelgeschäft in Braunau am Inn

Die Kriminaldienstgruppe Braunau am Inn konnte in Zusammenarbeit mit den Tagesstreifen Braunau am Inn, den am 21.06.2010 auf ein Geschäft in Braunau am Inn durchgeführten, versuchten schweren Raub klären. Der 15jährige Schüler Burak N. aus Braunau bedrohte am 21. Juni 2010 die Geschäftsfrau Monika W. in ihrem Lebensmittelgeschäft in Braunau am Inn mit einem Messer und forderte Geld. Monika W. rief ihre Arbeitskollegin zur Hilfe, worauf der Täter fluchtartig das Geschäft verließ.

Burak N. flüchtete nach der Tat in unbekannte Richtung. Die beim Raub verwendete Kapuzenjacke versteckte er in einem Feld und verbrannte diese später. Das verwendete Messer warf er in eine Wiese. Das Messer konnte sichergestellt werden. Zwei weitere Mittäter gaben sich als Zeugen aus, hinterließen der Geschäftsfrau einen falschen Namen und falsche Adresse und gingen ebenfalls davon.

Die beiden amtsbekannten Burschen konnten von der Kriminaldienstsstreife bei der Anfahrt zum Tatort im Nahbereich wahrgenommen werden und später als die vermeintlichen "Zeugen" identifiziert werden. Auch der unmittelbare Täter wurde bei der eingeleiteten Fahndung durch eine Streife angehalten und perlustriert, wurde bei einer ersten Gegenüberstellung mit dem Opfer nicht eindeutig wiedererkannt.

Im Zuge der umfangreichen Einvernahmen zeigten sich die drei Jugendlichen geständig, gemeinsam die Straftat geplant zu haben. Weiters konnte Sabahudin S., Daniel I, Burak N. und dem 14jährigen Dursun B. ein versuchter Einbruchsdiebstahl am späten Vormittag des gleichen Tages in einem Adeg Geschäft in Braunau am Inn nachgewiesen werden. Auch dort wollten sie in einem unbeobachteten Moment die Kasse gewaltsam öffnen, um so an das Bargeld zu kommen. Da in diesem Geschäft viele Kunden anwesend waren, führten sie ihr Vorhaben jedoch nicht aus.

Für nähere Informationen steht Ihnen das Landeskriminalamt Oberösterreich gerne zur Verfügung.

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Helmut Greiner, Oberst
Pressesprecher des Bundeskriminalamts
Tel.: 0664 813 21 28

Landeskriminalamt Oberösterreich
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Tel.: 059 133-403333

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