Kriminalitätsbekämpfung: Sicherheit gestalten für Österreich

Kärnten: Klärung von zahlreichen Straftaten

Wien (OTS) - Der Erfolg gibt der Polizei Recht die österreichische Polizei hat auf die neuen Herausforderungen schnell, flexibel und vor allem erfolgreich reagiert.

Der in der ersten Jahreshälfte 2009 steigenden Kriminalität im Bereich Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Wohnhäuser und der Kfz-Diebstahl wurde unter anderem mit sichtbaren Maßnahmen der SOKO-Ost entgegengewirkt. Auch das vom Bundeskriminalamt ausgearbeitete Maßnahmenpaket mit intensiven Strukturermittlungen und deren konsequente Umsetzung durch die Sicherheitsbehörden zeigt eine deutliche Wirkung. "Wie uns die Zahlen in der neuesten Kriminalstatistik beweisen, greifen die Maßnahmen und Strategien", sagte General Franz Lang, Direktor des Bundeskriminalamts.

Auch ist in einem hohen Maße der Einsatzwille, das Engagement, das Fachwissen und die besondere Teamfähigkeit eines jeden einzelnen Polizisten und Polizistin in den Bundesländern dafür verantwortlich, dass Österreich weiterhin zu den sichersten Ländern der Welt zählt.

Beispielhaft dürfen hier einige Fälle aus dem Bundesland Kärnten angeführt werden:

Fall 1: Schwerer Raub

Am 13. Juni 2010 wurde Dietmar G. nach einer Bargeldbehebung bei einem Outdoor-Bankomaten in der Bahnhofstraße in Klagenfurt von zwei ihm vorerst unbekannten Männern beobachtet. Die zwei Männer folgten ihm im Anschluss auf dem Heimweg in einem Abstand von einigen Metern. In einem Park zog einer der Männer einen Pfefferspray und verletzte das Opfer durch Besprühen im Bereich der Augen und setzte dadurch die Abwehrfähigkeit des Opfers herab. In weiterer Folge schlugen die Männer auf das Opfer ein und versuchten mit erheblicher Gewaltanwendung dessen Brieftasche aus der Hosentasche zu ziehen. Dem Opfer gelang es durch massive Gegenwehr das zu verhindern und in weiterer Folge zu flüchten bzw. die Täter zu vertreiben.
Unter Mitwirkung mehrerer Dienststellen im SPK Klagenfurt und umfassendem Ermittlungsaufwand gelang es die vorerst unbekannten Personen auszumitteln. Die Beschuldigten legten beide ein umfassendes Geständnis ab. Als Motiv führten sie übermäßigen Alkoholkonsum und die Möglichkeit, sich auf leichtem Wege Geld zu verschaffen, an.

Fall 2: Suchtmittelgesetz § 28a/

Das LKA Kärnten führt seit Sommer 2009 in Zusammenarbeit mit dem BPK Spittal/Drau sachbezogene Ermittlungen wegen internationalen Kokainschmuggel/-handel und Herstellung/Handel von/mit Cannabisprodukten (Marihuana) durch eine Tätergruppe aus den Bezirken Spittal/Drau und Villach Land, durch.

Am 10. März 2010 konnten im Verlauf von Hausdurchsuchungen bei neun Tatverdächtigen ca. 800 Gramm hochwertiges Kokain aus Kolumbien/Brasilien, diverse Streckmittel, eine Suchtmittelwaage, ca. 700 Gramm rauchfertiges Cannabiskraut und vier Stück Homegrow (Indoor - Cannabiszuchtanlage im Wert von 24.000 Euro) sichergestellt werden. Weiters wurden 22.000 Euro Bargeld, eine Edelsteinsammlung in unbekanntem Wert und typische Suchtgiftutensilien zum Herstellen, Verpacken und Verkaufen von Suchtmitteln (Waage, Verpackungsmaterial etc) sichergestellt.

Drei Tatverdächtige schmuggelten zuletzt im Februar 2010 als "Bodypacker" das sichergestellte Kokain von Brasilien über Paris und Laibach bzw. von Brasilien über Lissabon und Venedig nach Österreich. Das hochwertige Kokain wurde in Spittal/Drau vorwiegend mit Kreatin und Milchpulver gestreckt und an ca. 50 Abnehmer zum Grammpreis von 100 Euro verkauft. Das Cannabiskraut wurde in großen Mengen in Indoorplantagen hergestellt und an Abnehmer in Oberkärnten gewinnbringend verkauft.

Der Straßenverkaufswert des sichergestellten Kokains beläuft sich auf ca. 300.000 Euro, der des Marihuanas auf ca. 17.000 Euro.

Die Ermittlungen ergaben, dass die Mitglieder dieser Tätergruppe seit mindestens drei Jahren bei weiteren acht Schmuggelfahrten Kokain aus den Niederlanden und aus Südamerika nach Spittal/Drau brachten, um es gewinnbringend zu verkaufen.

Als Abnehmer konnten zahlreiche, teils einschlägig bekannte Personen aus dem Bereich Spittal/Drau, ausgemittelt werden. Die Ermittlungen gegen die Suchtmittelkonsumenten sind noch nicht abgeschlossen. Alle Tatverdächtigen werden der StA Klagenfurt angezeigt. Drei Tatverdächtige wurden wegen Verdachts des Verbrechens nach § 28a SMG über Anordnung der StA Klagenfurt in die JA Klagenfurt eingeliefert.

Fall 3: Erpressung, Erpresserische Entführung (Versuch), Schwere Nötigung

Im Mai dieses Jahres erstattete Andreas D. bei der PI Trattengasse (Klagenfurt) eine Anzeige. Dieser führte aus, dass sein Bruder Kevin von mehreren Personen, tschetschenischer Herkunft entführt wurde. Andreas D. solle sich bei einem bestimmten Treffpunkt einfinden und gegen seinem Brauder ausgetauscht werden.

Im Zuge der Streifung konnte Ibragim Z. auf frischer Tat festgenommen werden, als er den Andreas D. mit Gewalt zu einem neuerlichen Treffpunkt zerren wollte.
Die Festnahme des Z. wurde scheinbar von den anderen an der Tat beteiligten beobachtet und so ließen sie den Bruder des D. unbehelligt gehen. Ali C., Alishan G. und Abubakar D. flüchteten.

Nach Abschluss der ersten Erhebungen und Einvernahmen der Geschädigten wurde die StA Klagenfurt verständigt. Diese ordnete weitere nochmalige Einvernahmen der Geschädigten an.

Laut der bis dato getätigter Erhebungen und Informationen dürfte es mehrere Opfer zu dieser Täterschaft geben. Aus Angst ist jedoch kaum einer der Geschädigten bereit eine Aussage zu machen.

Für nähere Informationen steht Ihnen das Landeskriminalamt Kärnten gerne zur Verfügung.

Rückfragen & Kontakt:

Helmut Greiner, Oberst
Pressesprecher des Bundeskriminalamts
Tel.: 0664 813 21 28

Landeskriminalamt Kärnten
Journaldienst
Tel.: 059 133-203333

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