Kriminalitätsbekämpfung: Sicherheit gestalten für Österreich

Burgenland: Klärung von zahlreichen Straftaten

Wien (OTS) - Der Erfolg gibt der Polizei Recht die österreichische Polizei hat auf die neuen Herausforderungen schnell, flexibel und vor allem erfolgreich reagiert.

Der in der ersten Jahreshälfte 2009 steigenden Kriminalität im Bereich Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Wohnhäuser und der Kfz-Diebstahl wurde unter anderem mit sichtbaren Maßnahmen der SOKO-Ost entgegengewirkt. Auch das vom Bundeskriminalamt ausgearbeitete Maßnahmenpaket mit intensiven Strukturermittlungen und deren konsequente Umsetzung durch die Sicherheitsbehörden zeigt eine deutliche Wirkung. "Wie uns die Zahlen in der neuesten Kriminalstatistik beweisen, greifen die Maßnahmen und Strategien", sagte General Franz Lang, Direktor des Bundeskriminalamts.

Auch ist in einem hohen Maße der Einsatzwille, das Engagement, das Fachwissen und die besondere Teamfähigkeit eines jeden einzelnen Polizisten und Polizistin in den Bundesländern dafür verantwortlich, dass Österreich weiterhin zu den sichersten Ländern der Welt zählt.

Beispielhaft dürfen hier einige Fälle aus dem Bundesland Burgenland angeführt werden:

Fall 1: Klärung von fünf Raubüberfällen im Burgenland, Niederösterreich, der Slowakischen Republik und in Ungarn

Durch eine intensive Ermittlungszusammenarbeit des Landeskriminalamts Burgenland mit der Kreiskriminalpolizei Bratislava, dem Landeskriminalamt Niederösterreich und der Kriminalpolizei des Komitates Györ-Moson-Sopron ist es gelungen, fünf schwere, bewaffnete Raubüberfälle auf Geldinstitute in Österreich, Ungarn und der Slowakei aufzuklären. Bei den Tätern handelt es sich um zwei 36-jährige Staatsbürger aus der Slowakei, die neben Suchtmitteldelikten und Eigentumsdelikten in der Slowakei bisher kriminalpolizeilich einschlägig nicht in Erscheinung getreten waren.

Beim letzten Raubüberfall am 10. Mai 2010 in Malacky, Kreis Bratislava, Slowakei, kam es zwischen einem der Täter und einem privaten Sicherheitsmitarbeiter des überfallenen Bankinstitutes zu einem Schusswechsel, wobei der Sicherheitsmitarbeiter durch mehrere Schüsse tödlich und der Täter durch mehrere Schüsse schwer verletzt wurde.

Aufgrund der Ermittlungserkenntnisse und dem konkreten Tatverdacht des LKA Bgld gegen einen 36-jährigen slowakischen Staatsbürger als Fahrer des Fluchtfahrzeuges gelang es den slowakischen Behörden sehr bald, neben dem verletzten Täter drei weitere Personen festzunehmen, die zumindest am Raub in Malacky beteiligt waren. Weitere Raubüberfälle sind wahrscheinlich und werden vom Landeskriminalamt Burgenland und der Kreiskriminalpolizei Bratislava derzeit überprüft.

Fall 2: Ermittlung und Festnahme von ungarischen Serienstraftätern -Klärung von zumindest 43 vollendeten bzw. versuchten Wohnhauseinbrüchen

Bereits im Jahr 2009 begann im nördlichen Burgenland eine Serie von Wohnhauseinbrüchen. Auf Grund der intensiven Ermittlungsarbeit des koordinierten Kriminaldienstes beim BPK Mattersburg ergaben sich konkrete Hinweise auf zwei ungarische Staatsangehörige.

Die eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen gestalteten sich auf Grund des überaus vorsichtigen Täterverhaltens sehr schwierig und erbrachten vorerst kein Ergebnis. Ende April 2010 versuchten die Täter erneut einen Einbruchsdiebstahl in Wallern/Neusiedl am See zu verüben. Dabei wurde einer der Täter vom Hausbesitzer, einem Polizeibeamten, beobachtet und überrascht. Der Polizeibeamte, der zu dieser Zeit dienstfrei hatte, stellte sich unverzüglich in den Dienst und versuchte den Täter festzuhalten. Nach massiver Gewaltanwendung gegen den Polizeibeamten konnte der betretene Täter unter Mithilfe seines Komplizen, der das Fluchtfahrzeug lenkte, vorerst flüchten.
Im Zuge der sofort eingeleiteten Fahndung konnten die Täter noch vor dem Überqueren der Staatsgrenze von Polizeikräften des Bezirks Neusiedl am See festgenommen werden.

Die weiteren Erhebungen wurden kooperativ von den Koordinierten Kriminaldiensten Neusiedl am See und Mattersburg und vom LKA Burgenland begleitend weiter geführt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand können den beiden ungarischen Tätern zumindest 43 Einbruchsdiebstähle - vornehmlich in Wohnhäuser - im Burgenland und in Niederösterreich nachgewiesen werden. Die Ermittlungen nach möglichen weiteren Tatorten dauern derzeit noch an. Die beiden Täter befinden sich in Untersuchungshaft.

Fall 3: Klärung von zumindest 32 Einbruchsdiebstählen und Zerschlagung einer rumänischen Einbrechergruppe

Am 3. Feber 2010 wurden vier rumänische Staatsbürger nach gewerbsmäßigen Ladendiebstählen durch Kräfte des Bezirks Neusiedl am See festgenommen. Bei der Durchsuchung des Fahrzeuges der vier rumänischen Staatsbürger wurden gestohlene Gegenstände vorgefunden, die von insgesamt 14 Einbruchsdiebstählen in Wohnungen in Wien und Graz stammten. Die gestohlenen Gegenstände wurden großteils den Geschädigten ausgefolgt.

Da zum damaligen Zeitpunkt den Angehaltenen die unmittelbare Tatbegehung nicht nachgewiesen werden konnte, mussten sie aus der Untersuchungshaft entlassen werden.

Da es sich bei den vier Tätern aus kriminalistischer Sicht sehr wahrscheinlich jedoch um hochkarätige Einbrecher handelte, wurden weitere polizeiliche Maßnahmen mit der Staatsanwaltschaft ergriffen.

Im Zuge der langwierigen Ermittlungsmaßnahmen ergaben sich letztendlich ausreichend Beweise dafür, dass die Verdächtigen tatsächlich gewerbsmäßig Einbruchsdiebstähle begangen hatten. Über Antrag der Staatsanwaltschaft Eisenstadt konnten beim Landesgericht Eisenstadt Haftbefehle gegen die Verdächtigen erwirkt werden.

Im April 2010 wurden mit zahlreichen Kräften und Unterstützung der ECO Cobra die vier Täter, sowie ein weiterer Mittäter in einer Wohnung in Wien festgenommen. In der Wohnung selbst konnte umfangreiches Diebsgut wie Laptops, Schmuck, Bargeld usw. sichergestellt und größtenteils den Geschädigten ausgefolgt werden. Bei den Tätern handelte es sich um eine Gruppe, die zwischen Jänner und April 2010 regelmäßig Wohnungseinbrüche in Wien verübt und ihren aufwändigen Lebensstil bestritten hatten. Insgesamt konnten ihnen 32 Wohnungseinbrüche mit einem Gesamtschaden von knapp 115.000 Euro nachgewiesen und mit optimaler Beweislage dem LG Eisenstadt angezeigt werden.

Gleichzeitig gelang es, die dahinter stehende Struktur der Tätergruppe so zu erhellen, dass hochwertige Anhaltspunkte und Informationen für allenfalls nachfolgende Amtshandlungen gewonnen werden konnten. Es steht fest, dass es sich bei der Rumänischen Tätergruppe um Kriminelle handelt, die auf Wohnungsbrüche spezialisiert waren und solche fortlaufend bzw. mit extrem hoher Frequenz und mit höchster Professionalität ausgeübt haben dürften. Fest steht auch, dass aus einem relativ "geringwertigen" Einschreitungsgrund zu Beginn der Amtshandlung ein hochwertiger Erfolg erzielt werden konnte.

Für nähere Informationen steht Ihnen das Landeskriminalamt Burgenland gerne zur Verfügung.

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Helmut Greiner, Oberst
Pressesprecher des Bundeskriminalamts
Tel.: Mobil: 0664 8132128

Landeskriminalamt Burgenland
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