In der Schule sind hundert Prozent Sehschärfe zu wenig

Teil 1: Probleme mit den Bewegungsmuskeln

Wien (OTS) - "Die Überprüfung der Sehschärfe und der Ausschluss von Schielfehlern alleine genügen nicht", sagt der Direktor der Akademie für Optometrie in Wien, Wolfgang Dusek, MSc. in seiner laufende Studie über visuelle Funktionen bei 6-14jährigen Kindern mit Lesestörungen. Wissensvermittlung in der Schule erfolgt hauptsächlich durch Lesen von der Tafel und Schreiben in das Heft.

Auch wenn die Sehschärfe völlig in Ordnung ist, kann es sein, dass die Motorik des Augenpaares nur unter Anstrengung oder gar nicht funktioniert. Es ist auch möglich, dass eine Nahstörung vorliegt.

Gutes Sehen in der Ferne und in der Nähe für sich selbst kann funktionieren. Der Distanzwechsel verlangt von den Bewegungsmuskeln der Augen eine auf das Augenpaar bezogene Koordination. In der Ferne sollten die Augen quasi parallel zueinander ausgerichtet sein, während in der Nähe eine dem Willen nur bedingt unterlegene Einwärtsbewegung vollzogen werden muss.

Steht das Augenpaar in Ruhestellung ein wenig nach außen, kann dieses "zu wenig" an Konvergenz, also nach Innenstellung überbrückt werden. Umgekehrt ist das aufgrund der Verschaltung der Nerven aber gar nicht möglich. So kommt es in beiden Fällen zu einer Überanstrengung der Augen und des Sehzentrums im Gehirn. Verwechslung der Buchstaben, fehlendes oder schlechtes Leseverständnis können die Folge sein. Wolfgang Dusek Msc. berichtet, dass die entsprechenden Tests bekannt sind, aber mit mindestens 45 Minuten Zeitaufwand für die Untersuchung verbunden sind. Gutes Zeitmanagement, Geduld und Vertrauen zwischen Optometrist und Patient sind hier vonnöten.

Abhängig vom Untersuchungsergebnis sind entweder Übungen oder eine spezielle Brille, die für eine bestimmte Zeitspanne oder auch immer zu tragen ist, nötig.

Der Erfolg solcher Maßnahmen, so Dusek bestätigt sich durch fehlerfreies Schreiben, dem Verschwinden von "Buchstabendrehern" und sich normalisierendem Leseverständnis.

Rückfragen & Kontakt:

Wolfgang DUSEK B.Sc. M.Sc.
Landesinnung Wien der Augenoptiker und Hörakustiker
Tel.: 01/51450-2208

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | LWA0001