Sprache "Esperanto" soll Kluft zwischen verschiedenen Kulturen verkleinern

71 Teilnehmer aus 14 Ländern treffen sich vom 10. bis 15. Juli zum 76. internationalen Kongress blinder Esperantisten in Wien

Wien (OTS) - Kommenden Samstag beginnt in Wien der 71. Kongress blinder Esperantisten. 71 Personen aus 14 verschiedenen Ländern, ca. 40 davon blind oder hochgradig sehbehindert, werden sich bis 15. Juli auf Esperanto, einer einfach zu erlernenden Sprache, unterhalten. Kongressthema im Hotel Kolpinghaus Wien ist: Wie kann man das Erlernen von Esperanto für blinde Personen durch neue, eventuell technische Möglichkeiten fördern?

Veronika Haupt, Leiterin der "Österreichischen Vereinigung blinder Esperantisten" (ALBE, Austria Ligo de blindaj Esperantistoj), einer Fachgruppe des Österreichischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (ÖBSV): "Esperanto ist eine Sprache, die sehr leicht zu erlernen ist, viel einfacher noch als Englisch. Daher bietet sich Esperanto geradezu als Medium zur internationalen Verständigung an, das durchaus in der Lage ist, die Kluft zwischen Menschen mit verschiedenen Muttersprachen zu überbrücken."

Praktischer Beweis: Obwohl TeilnehmerInnen aus 14 Ländern mit den unterschiedlichsten Muttersprachen miteinander diskutieren, wird kein einziger Dolmetsch benötigt. In Esperanto werden nicht nur Themen der Sprache selbst diskutiert, sondern auch blindenspezifische Probleme des Alltags. "Durch Esperanto hat sich quasi ein Netzwerk zwischen blinden Menschen aus verschiedenen Ländern gebildet", erzählt Haupt, "in dem Kultur, Austausch über technische Hilfen, Alltagsprobleme und Lösungen, Informationen über die Berufsmöglichkeiten usw. stattfindet".

Ziel des internationalen Kongresses, der jedes Jahr in einem anderen Land stattfindet, ist es, die Esperantobewegung bedeutend zu vergrößern. Vor allem junge Menschen sollen für diese Sprache begeistert werden. In Österreich gibt es sogar ein Lehrbuch für Anfänger, das sowohl in Blinden-, als auch in Normaldruck zur Verfügung steht und das gemeinsames Lernen von blinden und sehenden Menschen möglich macht. Haupt abschließend: "Wir wünschen uns, dass Esperanto wieder bekannter wird!"

Information für MedienvertreterInnen: Die Kongresseröffnung findet am Sonntag, 11. Juli um 9.30 Uhr im Hotel Kolpinghaus Wien, Gumpendorferstraße 39, 1060 Wien, statt. Dort werden die Reden zumindest teilweise übersetzt. (Schluss)

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Österreichischer Blinden- und Sehbehindertenverband (ÖBSV)
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